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Ausstellung: Reise durch die künstlerische Entwicklung

Ausstellung : Reise durch die künstlerische Entwicklung

Maria Spaniol stellt bis Sonntag, 6. Mai, ihre Keramiken im Habacher Bauernhaus aus.

Die wärmende Sonne tauchte das historische Bauernhaus in Habach am Sonntagnachmittag in ein angenehmes, warmes Licht. So bot das Kleinod, das vom Leben längst vergangener Zeiten erzählt, für dieses Jahr erstmals wieder die perfekte Kulisse für eine Ausstellungseröffnung. Sehr begehrt ist das Haus bei Künstlern aus dem ganzen Land, längst hat sich herumgesprochen, wie liebevoll die Stiftung Kulturgut Eppelborn mit ihren Ausstellern umgeht. In den Genuss kam am Sonntag mit Maria Spaniol eine gebürtige Wiesbacher Bürgerin. Unter dem Motto „MaiTonArt“ zeigt sie in den kommenden Wochen rund 100 Arbeiten aus ihrem mehr als 15 Jahre währenden Schaffen.

Spaniol, das zeigte ein erster Rundgang, nimmt den Betrachter ihrer Keramiken mit auf eine Reise durch ihre künstlerische Entwicklung. Die, so erzählte die seit 35 Jahren in Illingen lebende ehemalige Realschullehrerin, begann recht bald nach ihrem beruflichen Ausstieg. „Ich habe damals in meinem Beruf aufgehört, doch meine Kreativität hat sich weiterentwickelt“, erklärte sie. Als Lehrerin für Arbeitslehre war ihr der Umgang mit den unterschiedlichsten Materialien vertraut, das Schaffen von Kunst war neu. Gestartet ist Maria Spaniol mit Tierfiguren, sie empfangen den Ausstellungsbesucher gleich im Schweinestall im Erdgeschoss. Aus dem Werkstoff Ton, der sie von Anfang an fasziniert hat, sind zahlreiche kleinere, dekorative Keramiken entstanden. Viele davon kommen überaus farbenfroh daher, sind echte Hingucker. Inspirationen und neue Ideen holte sich die Künstlerin damals wie heute von ihren Dozenten. Und die prägten ihr Schaffen dann auch weitgehend mit.

Aus den Tierfiguren, Kugeln und Gefäßen sind längst abstrakte Formen geworden, die den Betrachter auf ganz besondere Weise in ihren Bann ziehen. Ihr Lieblingsstück, das zum einen zeigt, wie sehr sie inzwischen auf Farbigkeit verzichten kann und lieber auf die Überraschung nach dem Brennen wartet, zum anderen beweist, wie filigran sich ihr Schaffen weiterentwickelt hat, zog am Sonntag die Besucher magisch an. Die meisten ihrer Stücke stehen auf Sockeln oder am Boden, nur einige hat sie sicher in einer Glasvitrine verstaut. Denn seit zwei Jahren ist bei Spaniol Porzellan als neuer Werkstoff hinzugekommen, erste Ergebnisse ihrer Kreativität begeisterten die zahlreichen Gäste der Vernissage. Zu der konnte Marliese Weber, Vorsitzende der Stiftung Kulturgut Eppelborn viele Besucher im Garten des Bauernhauses mit einem Glas Sekt begrüßen. Besonders begeistert zeigte sich auch Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, Kuratoriumsvorsitzende.

Bei ihrer ersten Einzelausstellung, sagte Spaniol, habe sie mit dem Bauernhaus einen außergewöhnlich schönen Rahmen gefunden, das Bauernhaus biete eine ganz besondere Atmosphäre für ihre Kunst. „Ich lasse mich in den kommenden Wochen einfach überraschen von den Besuchern der Ausstellung. Erwartungen habe ich keine, wer mag, darf sehr gerne mit mir ins Gespräch kommen“, lud sie für die kommenden Sonntage ein.

Geöffnet sonntags von 15 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt, letzter Ausstellungstag ist Sonntag, 6. Mai. Infos: Tel. (0 68 81) 8 76 44 oder Tel. (0 68 81) 96 26 28.