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Weihnachtsmärchen: Quartett besteht ein großes Abenteuer

Weihnachtsmärchen : Quartett besteht ein großes Abenteuer

Die Kinder- und Jugendgruppe Theaterverein Bubach zeigt „Der Zauberer von Oz“. „Bravo“-Rufe belohnen das Proben von 21 Jungen und Mädchen.

Als am Sonntagabend der Zauberer von Oz im Heißluftballon hoch über den Köpfen der jungen Zuschauer in der Hirschberghalle schwebte, gab es kaum ein Halten mehr. Tosender Beifall und laute „Bravo“-Rufe waren der Lohn für die vielen Stunden harte Probenarbeit in den vergangenen Monaten. Die Zuschauer, schon zur Pause begeistert von dem Schauspiel auf der Bühne, waren nach dem temporeichen Finale aus dem Häuschen und zeigen dies auch. Gerade war die absolut gelungene Premiere des Weihnachtsstückes der Kinder- und Jugendgruppe des Theaterverein Bubach zu Ende gegangen, der Applaus wollte nicht enden. Das Strahlen in den Augen der drei Spielleiterinnen zeigte, auch sie waren begeistert, aber auch glücklich und zufrieden mit den Leitungen ihrer jungen Akteure. Die Arbeit, die Katja Groß, Eva Schwenk und Michelle Jager, Debütantin im Regieteam, über viele Wochen investiert haben, hatte sich ausgezahlt. Die Akteure, 21 Jungen und Mädchen an der Zahl, zeigten sich allesamt textsicher und bühnenpräsent.

Dabei hatten es die meisten Rollen ganz schön in sich. Textintensiv und mit großer Mimik und Gestik standen die Nachwuchsschauspielerinnen und -schauspieler ihren großen Vereinskameraden absolut in nichts nach. Von der ersten Szene an schafften es Dorothy, Krähenschreck, Löwe Hasenherz und der Blechmann, die Zuschauer mit dem Geschehen auf der Bühne und dem gelben Steinweg zu fesseln. Mucksmäuschenstill war es in den Zuschauerreihen, als Dorothy, glänzend gespielt von Pascale Behrning, sich auf den Weg ins große Abenteuer machte. Dort traf sie auf die strohdumme Vogelscheuche, klasse dargestellt von Michelle Mager, den herzlosen Blechmann, dem mit ausdrucksstarker Mimik Leonie Kreutzer Leben einhauchte und den ängstlichen Löwen. Hier bot Dustin Lambert ganz großes Kino mit seiner bis in die letzten Zuschauerreihen spürbaren Angst. Die vier machten sich gemeinsam auf, um zum Zauberer von Oz, toll gespielt von Maximilian Schwenk, zu gelangen.

Dass sie dabei eher aus Versehen die böse Westhexe, ebenfalls mit großen Gesten und sehr angsteinflößend gespielt von Annkathrin Groß, besiegten, macht die Geschichte ebenso aus wie die Botschaft, die der Zauberer für Vogelscheuche, Blechmann und Löwe parat hatte. Ganze Arbeit geleistet hat in dieser Spielzeit auch das Bühnenbauteam um Stephan Morbe. Sie zauberten die Heimat von Dorothy, den Wald, riesige Mohnblumen, einen Kerker, aber auch die Smaragdstadt auf die Bühne der Hirschberghalle und sorgten so gleich für mehrere Spielorte.

Nach der gelungenen Premiere freuen sich nun alle, vor und hinter der Bühne auf die kommenden Vorstellungen, die traditionell an den Adventswochenenden stattfinden.