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Big Eppel
Physikanten machen Naturwissenschaft zur spannenden Show

Eppelborn/Illingen. (sl) Physik ist, wenn man nichts versteht? Generationen von Schülern konnten mit den Geheimnissen der Physik wenig anfangen. Was für die Illingerin Petra Naumann-Kipper, die das Privatinstitut für mathematisches Lernen und Weiterbildung betreibt, kaum nachvollziehbar ist. Denn Naumann-Kippler findet Physik genau wie Mathematik ungeheuer spannend. Und weil Worte bekanntlich oft nicht weiterhelfen, holt die am Mittwoch, 18. April, die Physikanten ins Saarland. Sie kommen in den Big Eppel nach Eppelborn. Neben zwei Shows nur für Schulen, gibt es um 17.30 Uhr eine Veranstaltung, bei der Physik „so glamourös wie ein Abend im Varieté, so witzig wie eine Comedy-Show und so packend wie ein Fußballspiel“ präsentiert wird. Von Solveig Lenz-Engel

Zur Geschichte der Physikanten: Wie kann man nicht begeistert sein von Physik? Von Phänomenen, die die Welt beeinflussen und mit denen jeder täglich zu tun hat? Diese Frage stellten sich die Künstler und Naturwissenschaftler Marcus Weber (damals noch Marcus Hienz) und Jörg Gutschank. Beide hatten Physik studiert – Marcus Weber hatte sein Studium als Jahrgangsbester abgeschlossen, Jörg Gutschank arbeitete mittlerweile an seiner Promotion. Nebenbei traten beide als Jongleure und Kleinkünstler auf. Während ihre Auftritte stets gut besucht waren, schien das Interesse an Physik immer mehr abzunehmen. Die Studienzahlen sanken, in Studien wie „Timms“ und „Pisa“ schnitten deutsche Schüler in den Naturwissenschaften schlecht ab. Marcus Weber und Jörg Gutschank beschlossen, Jugendliche und Erwachsene für Physik zu begeistern, indem sie Kunst und Wissenschaft verbanden.


Als „Physikanten & Co.“ entwickelten sie ihre erste Interaktive Physik-Show, die sich mit Phänomenen rund um die Mechanik befasst. Mit diesem Konzept bewarben sie sich im Herbst 2000 beim internationalen Wettbewerb „Physics on Stage“, dessen Ziel es war, Physik als Schul- und Studienfach attraktiver zu machen. Mit Erfolg: Die Physikanten gewannen die deutsche Ausscheidung des Wettbewerbs; beim europäischen Finale in Genf ernteten sie stehende Ovationen. Von nun an traten die Physikanten an Schulen und Universitäten, bei zahlreichen Firmen und in Museen in Deutschland und Europa auf. Das Deutsche Museum in München buchte die Physikanten für einen Familientag und in großen Unternehmen begeisterten die Physikanten Mitarbeiter und Kunden. In Warschau fand die Show mit einem Übersetzer statt, in Budapest auf Englisch. Auch in Österreich und der Schweiz gibt es längst feste Kunden, heißt es auf der Physikanten-Homepage.

Infos: www.physikanten.de, www.dyskalkulie-saar.de und www.bigeppel.de.