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Ortsrat gibt klares Votum für Krippe ab

Ortsrat gibt klares Votum für Krippe ab

„Ohne Krippe hat der Kindergarten in Humes keine Zukunft", ist die Überzeugung von Lothar Saar (SPD), Mitglied im Ortsrat Humes. Der Ortsrat fordert nun die Gemeinde auf, das Projekt endlich voranzutreiben.

. Große Einigkeit hat es am Montagabend bei den Ortsratsmitgliedern in Humes zum Thema Kindertagesstätte sowie Pfarrsaal gegeben. Seit acht Jahren sei man in Verhandlungen um die Erweiterung der Kindertagesstätte, erläuterte Günter Britz, demnächst Ehrenortsvorsteher und zugleich stellvertretender Verwaltungsrat der katholischen Kirchengemeinde Humes . "Ein Kindergarten ohne Krippenplätze ist ein tot geborenes Kind", gab er bei der Sitzung zu bedenken. Doch die Maßnahme, erklärte er, stehe seit vielen Jahren unter keinem guten Stern. Sowohl das vom Bistum entwickelte Immobilienkonzept, in dem sich die Kirchengemeinden von rund 60 Prozent ihrer Immobilien trennen sollen, als auch die neuen Brandschutzverordnungen haben die Planungen immer wieder gestoppt, die Kosten dazu immens in die Höhe getrieben. Dennoch, aufgeben, das kommt für Britz, aber auch die Ortsratsmitglieder in Humes , nicht in Frage. "Wir haben schon so oft in dieser Sache diskutiert. Dass noch immer nichts passiert ist, kann der Bürger nicht nachvollziehen", sagte Karl Barrois (CDU ). "Es liegt ein Beschluss des Gemeinderates vor, die Krippe in Humes muss kommen, ohne sie hat der Kindergarten keine Zukunft. Und ohne Kindergarten geht die soziale Bindung im Dorf verloren", erklärte Lothar Saar (SPD ).

Um das Verfahren weiter voranzutreiben, hatte Klaus-Werner Egler, stellvertretender Ortsvorsteher, einen Beschlussvorschlag ausgearbeitet. Darin fordert der Ortsrat die Kirchengemeinde auf, den Bauschein bei der Unteren Bauaufsichtsbehörde zu beantragen. "Bisher wurden alle Planungen von der Kirchengemeinde ausgeführt. Daher macht es keinen Sinn, so kurz vor Baubeginn den Bauträger zu wechseln", erläuterte Egler. Weiterhin fordern die Mitglieder des Rates die Kirchengemeinde auf, die Außentreppe zum Pfarrsaal als Fluchtweg zu bauen. Anschließend soll nach den Wünschen des Ortsrats der Umbau des Humeser Kindergartens erfolgen. In diesem Zusammenhang sollen elf Krippenplätze entstehen. Schließlich wurde Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset vom Rat aufgefordert, Verhandlungen mit der Kirchengemeinde zum Pfarrsaal aufnehmen und die Ergebnisse dem Ortsrat zeitnah mitzuteilen. Die Beschlussvorlage erhielt in allen vier Punkten Einstimmigkeit.

Uneinigkeit bei Hallengebühren

Ganz und gar nicht einstimmig votierten die Ortsräte beim Thema Änderung der Gebührenordnung für die Nutzung der Hallen und Räumlichkeiten des Freizeit- und Hallenbetriebes der Gemeinde Eppelborn. Während Klaus-Werner Egler sich für eine Erhöhung der Gebühren aussprach ("Alles wird teurer") und anmerkte, dass unter Altbürgermeister Fritz-Hermann Lutz zehn Jahre keine Erhöhungen stattgefunden hatten, erklärte Karl Barrois, dass die Vereine bereits genug belastet seien. Mit jeweils drei Stimmen für und gegen den vorgelegten Beschluss konnte dieser nicht an den Gemeinderat empfohlen werden.