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Ortsrat Eppelborn verabschiedet Resolution zu Aldi
Ortsrat Eppelborn will, dass Aldi bleibt

Eppelborn. Eine Resolution zur Standortfrage in Sachen Einkaufsmarkt wurde mit CDU-Mehrheit verabschiedet. Von Maria Boewen-Dörr

Wichtigstes Thema im Ortsrat war der künftige Standort für einen neuen Aldi-Markt. Am Standort Big Eppel reicht die zur Verfügung stehende Fläche von 750 Quadratmetern nicht mehr aus; der Konzern benötigt für eine Neuansiedlung eine Fläche von 1200 Quadratmetern. Der von Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (SPD) vorgeschlagene Standort „Alter Penny-Markt“ mit dem großen Park- und Festplatz sei für den Discounter nicht kalkulierbar, informierte Ortsvorsteher Berthold Schmitt (CDU). Dieser Standort sei bereits vor zwei Monaten bei der Bürgermeisterin abgesagt worden; der Ortsvorsteher sei darüber auch informiert worden.


Der Ortsrat verabschiedete bei Nichtteilnahme der SPD an der Abstimmung eine Resolution mit dem Ziel „Aldi muss in Eppelborn bleiben.“ Die Resolution lag allen Ortsratsmitgliedern als Tischvorlage vor. Darin heißt es: „Der Ortsrat setzt sich vehement dafür ein, dass dem Aldi-Konzern ein neuer Standort genannt wird, der auch kalkulatorisch und planerisch möglich ist.“ Ein Aldi-Markt sei mittel- und langfristig für das Zentrum in Eppelborn und damit für den Einzelhandel und die Geschäfte und die Gastronomie insgesamt unerlässlich. Ohne Märkte, dies gelte auch für Wasgau und Lidl, als Frequenzbringer, wie es die Industrie- und Handelskammer ausdrücke, sei ein lebendiges Geschäftszentrum heute in Zukunft nicht darstellbar.

Weiter wird darauf hingewiesen, dass sich mit der Neuansiedlung von Aldi auch ein Drogeriemarkt in Eppelborn niederlasse. „Dies ist der Wunsch aller Eppelborner und wird ohne eine Entscheidung in dieser Sache nicht erfüllbar sein.“ Der Ortsrat appelliert an alle Beteiligten, die Entscheidung des Gemeinderates, die mit denkbar knapper Mehrheit von einer Stimme zustande gekommen war, zu revidieren und das Grundzentrum entsprechend zu erweitern. Weiter bittet er alle Beteiligten in der Gemeinde und auch bei der Landesplanung beim Innenministerium in Saarbrücken um Einsicht und Anpassung der Planung an die Gegebenheiten im Zentrum von Eppelborn.



Der Sprecher der CDU-Fraktion, Hans Nicolay, begrüßte die Resolution und brachte zum Ausdruck, dass die CDU unbedingt am Standort Eppelborn für Aldi festhalte. Karl-Heinz Schmitt, der Sprecher der SPD-Fraktion, erklärte, sie seien über die Absage des Aldi-Konzerns bisher nicht informiert worden und könnten demzufolge nicht an der Abstimmung teilnehmen.

Der Ortsrat beschäftigte sich außerdem mit der Erstaufforstung einer Fläche „Auf der hinterst Kipp“, am Rande des Kesselwaldes in Richtung Habach. „Diese wird als Ausgleichsfläche für Windkraftanlagen in Bous und Schwalbach angelegt“, informierte Schmitt und erhielt von den Ortsratsmitgliedern ein einstimmiges Votum dafür.

Schwieriger hingegen das Thema „Städtebauliches Konzept Ortsmitte Eppelborn“, das als Grundlage zur Änderung des Bebauungsplans „Marktplatz Eppelborn“ dienen soll. „Hier geht es im Prinzip um eine Machbarkeitsstudie des Sanierungsgebietes zwischen Europaplatz und Marktplatz“, so Schmitt. Für Auseinandersetzungen sorgte die Frage, wie groß die Sichtachse zwischen Big Eppel und dem Marktplatz sein solle. Entgegen der Empfehlung der Lenkungsgruppe entschied sich der Ortsrat einstimmig für die Kompromisslösung der Verwaltung von durchgehend zehn Metern Breite. Die übrige Bebauung des Plangebietes werde einschließlich der Sichtachse durch ein Architekturbüro neu gezeichnet;