Offene Gartentüren: Der Garten der Familie Schmitt in Dirmingen

Kommen und schauen : Wie ein Zugang zu einer anderen Welt

Auch in diesem Jahr öffnen sich am letzten Sonntag im Juni wieder die Gartentüren – Gartenbesitzer bieten einen Einblick in ihre grünen Oasen, geben aber auch wertvolle Tipps und laden zum Verweilen ein. In unserer Serie stellen wir im Vorfeld die Gärten im Landkreis Neunkirchen näher vor. Heute: Der „alte und neue Garten“ der Familie Schmitt in Dirmingen.

Saftiges Wiesengrün, dazu eine angenehme Kühle, so präsentiert sich der „Alte Garten“ von Familie Schmitt aus Dirmingen. Der Gartenpfad, der im vergangenen Jahr für die Eltern begehbar gemacht wurde, schlängelt sich entlang der zahlreichen Blütenpflanzen, die in den Farben weiß, rosa, lila und blau ein harmonisches Bild zeichnen.

„Früher waren hier Obstbäume, ein Nutzgarten, dazu ein Betonpfad in der Mitte und die Wäscheleine“, erzählt Sigrid Schmitt. Hinter dem Elternhaus ihres Mannes bot sich das klassische Bild eines Nutzgartens. „Wir haben dann daraus ein Spielparadies für unsere Kinder gemacht. Als diese größer wurden, begannen langsam die Veränderungen. Mein erster Wunsch war, den Weg aus Beton zu ersetzten und die strenge Geometrie aufzulösen“, sagt die passionierte Hobbygärtnerin.

Ein kleiner Gartenteich wurde ausgehoben, die Wiese durch Blumenbeete ersetzt. Sie sei so gut wie täglich in ihrem Garten anzutreffen, verrät sie. „Schmutzige Fingernägel und auch mal körperlich schwer arbeiten, das muss man wollen“, erzählt sie und lacht. Selbst Unkrautzupfen macht Sigrid Schmitt gerne. Dabei lässt sie aber, wie sie betont, auch mal fünf gerade sein. „Viele Pflanzen haben sich selbst ausgesät und ihren liebsten Standort selbst bestimmt“, erklärt sie beim Rundgang durch den unteren, kühlen Garten. Ein ehemaliger Grillplatz, den die Kinder vor Jahren angelegt haben, deutet auf die ständige Veränderung des Gartens hin.

Große Probleme, sagt sie, gab es im letzten sehr trockenen Sommer dank des Lehmbodens nicht, wohl fällt ihr aber in diesem Jahr auf, dass die Rosen mit Krankheiten zu kämpfen hätten und auch einige Pflanzen nicht so stark seien wie in den Jahren zuvor. Für wohl die meisten Gartenbesitzer wäre die Fläche, die mit den geschwungenen Pfaden aus Pflastersteinen zu erreichen ist, mehr als ausreichend.

Doch bei den Schmitts ist am Ende des „Alten Gartens“ noch lange nicht Schluss. Es scheint ein bisschen wie das Tor zu einer anderen Welt, das sich öffnet: Hinter einem Rosenbogen präsentiert sich der „Neue Garten“. Mit viel Sonne und einer deutlichen Wärme offenbart sich ein weiteres, ganz anderes Gartenparadies mit Häuschen und Schwimmteich. Vor knapp zehn Jahren hat die Familie diese Fläche gekauft, Bagger sind angerückt und haben aus dem mit Beeren bewachsenen Hang dieses Paradies gemacht. „Wenn wir hier oben sind, dann hören wir nicht mal die „2. Chance“, erklärt Sigrid Schmitt. Neben der Klingel, die im Haus zu hören ist, gibt es noch die Gartenklingel. Kernstück des „Neuen Gartens“ ist unter anderem der Schwimmteich, für den sich Familie Schmitt ganz bewusst entschieden hat.

Bei unserem Besuch stehen die Rosenbüsche, die sich Meterhoch an den Bäumen emporranken, in voller Blüte. „Für die Rosen ist der Tag der offenen Gartentür fast ein bisschen zu spät im Gartenjahr“, sagt Sigrid Schmitt mitten in ihrem Paradies für Pflanzen und Tiere. Denn überall sind sie zu sehen, die Hummel und Bienen, die Schmetterlinge und Libellen, die sich sichtlich wohl fühlen. Eine Wohlfühlatmosphäre hat Rainer Schmitt auch den Hühnern, die vor einigen Jahren in den „Neuen Garten“ einziehen durften, geschaffen. Hier ist auch Platz für den Pflanzenkindergarten. Dort, erklärt Sigrid Schmitt, gibt sie den Pflanzen eine Chance, hat eine alte Erdbeersorte angepflanzt, die besonders zarte Früchte trägt. Zu essen, erzählt sie, gibt es am kommenden Sonntag bei ihr auch einiges. Der Erlös geht dabei wie auch in den Vorjahren schon an Terre des Hommes.

 Kontakt: Sigrid und Rainer Schmitt, Schillerstraße 43, 66571 Eppelborn-Dirmingen, Tel: (06827) 89 05.

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