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Nicht kleiner machen, als man ist

Nicht kleiner machen, als man ist

Am Sonntagabend steht für die Handballfreunde Illtal in der Hellberghalle das erste Saisonspiel an. Schon vor dem Auftakt musste bei den HFI ein Spieler gehen. Trainer Steffen Ecker glaubt, dass diese Spielzeit „die Spitze breiter“ sein wird.

Die Handballfreunde Illtal starten an diesem Sonntag in die neue Saison der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (RPS). Anwurf gegen HSG Rhein-Nahe Bingen in der Eppelborner Hellberghalle ist um 18 Uhr. Als Vizemeister der vergangenen Runde haben die HFI "natürlich den Anspruch und das Selbstbewusstsein, uns auch in dieser Saison in der Spitzengruppe zu behaupten", sagt Trainer Steffen Ecker und gibt damit gleichsam das Saisonziel aus.

Man brauche sich nicht kleiner machen, als man ist. Eine Wiederholung oder gar Verbesserung der Vorjahresplatzierung könne aber auch niemand voraussetzen. Zwar kann Ecker im Vorfeld dieser Saison keinen klaren Favoriten ausmachen, wie das im Vorjahr mit der TSG Haßloch unschwer der Fall war, aber dafür werde "die Spitze breiter". Im Tabellenkeller dagegen wird es in dieser Saison etwas stressfreier zugehen, da es nur noch einen festen Abstiegsplatz geben wird. Grund ist die Wiedereinführung einer Qualifikationsrunde für die Meister der Landesverbände. Allenfalls, wenn die TSG Haßloch oder der SV Zweibrücken (oder gar beide) aus der 3. Liga absteigen würden, müssten in der RPS-Liga entsprechend weitere Vereine weichen.

Aus dem Kader der HFI musste bereits ein Spieler seine Sachen packen, ehe es überhaupt richtig losging. Neuzugang Thorsten Dillbaum (geborener Blaumeiser) wurde nach der ersten Vorbereitungsphase Anfang August entlassen. Steffen Ecker traf diese "unbequeme Entscheidung" am Ende in gegenseitigem Einvernehmen. Dillbaum konnte aus beruflichen und familiären Gründen (Nachwuchs) in der Vorbereitung nicht hinreichend mitziehen. Ecker über den Verlust des erfahrenen Linkshänders, der Abgang Sven-Malte Hoffmann (zur VTZ Saar-Pfalz) kompensieren sollte: "Sicher verzichten wir auf ein paar Prozent sportliche Qualität, aber das Team steht im Vordergrund. Und das ist auch ein Signal."

Keine klare Torwart-Hierarchie

Die Neuzugänge fürs Tor Robin Näckel (1994) und Alexander Dörr (1992) präsentieren sich auf Augenhöhe. "Eine klare Hierarchie gibt es da nicht. Beide haben voll überzeugt", sagt Ecker. Die Einsätze werden abhängig von Gegner, Spielsituation und Tagesform sein. Auch wer am Sonntag anfängt, will der Trainer erst kurz vor Anpfiff entscheiden.

Im Juli und August wurde nun an fünf Tagen in der Woche trainiert oder gespielt. "Jetzt wollen wir uns endlich unter Realbedingungen messen", sagt Ecker, der auf den Auftaktsieg setzt, auch wenn sich die Binger im Tor mit Karim Ketelaer aus Balingen (3. Liga) verstärkt haben. Der Rest der Mannschaft ist weitestgehend gleichgeblieben. In der vergangenen Saison siegte Illtal beide Male deutlich (auswärts 28:23 und zuhause 23:18).