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Neuling Urnau etabliert sich schnell

Ob man diese Jubelfigur wohl „den Flieger“ nennt? Neuzugang Maurice Urnau vom FC Hertha Wiesbach konnte jedenfalls in den vergangenen Jahren viele Tore bejubeln. Foto: Thomas Wieck
Ob man diese Jubelfigur wohl „den Flieger“ nennt? Neuzugang Maurice Urnau vom FC Hertha Wiesbach konnte jedenfalls in den vergangenen Jahren viele Tore bejubeln. Foto: Thomas Wieck FOTO: Thomas Wieck
Wiesbach. In der Oberliga geht es schneller und härter als in der Saarlandliga zu. Hertha Wiesbachs Sturm-Neuzugang Maurice Urnau hat sich trotzdem postwendend daran gewöhnt. Er will auch heute im Heimspiel gegen Salmrohr wieder treffen. Mirko Reuther

Der FC Hertha Wiesbach steht vor seinem Heimspiel heute um 19 Uhr gegen den FSV Salmrohr unter Druck. Erst zwei Punkte hat die Hertha in den ersten vier Saisonspielen eingefahren - in den vergangenen beiden Partien setzte es satte acht Gegentore. Hertha-Neuzugang Maurice Urnau sieht aber vor allem den Angriff in der Bringschuld: "Dass eine Mannschaft so viele Chancen liegen lässt wie wir - das habe ich selten erlebt. Selbst beim 0:4 gegen den FV Diefflen, hatten wir genug Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen", sagt Urnau, der vom Saarlandligisten SV Auersmacher zur Hertha kam. Der 23-jährige Offensivspieler nimmt sich dabei selbst in die Pflicht: "Die Chancenverwertung ist im Moment mein Defizit. Gegen Diefflen habe ich den Ausgleich auf dem Fuß, eigentlich muss ich auch gegen Mechtersheim mindestens ein Tor mehr machen."


Gegen den TuS traf Urnau am vorletzten Spieltag zwar doppelt, trotzdem verlor Wiesbach mit 3:4. "Wir spielen nicht schlecht. Aber vorne machen wir die Dinger nicht und hinten fallen sie zu einfach. Gegen Salmrohr müssen wir punkten. Damit wir nicht unten reinrutschen", fordert Urnau. Für den Altenkessler läuft es in Wiesbach trotz des mauen Saisonauftakts gut. "Bis jetzt habe ich immer in der Startelf gestanden, das hätte ich als Neuling aus der Saarlandliga so nicht erwartet", meint der 23-Jährige, der in Auersmacher vom Mittelfeldspieler zum Stürmer umfunktioniert wurde.

Härter und schneller ginge es in der Oberliga zu, sagt der Angreifer. Und er ergänzt kämpferisch: "Aber genau diese Herausforderung habe ich gesucht." Mit vier Jahren begann Urnau bei den Sportfreunden Saarbrücken mit dem Fußball. Als B-Jugendlicher schloss er sich dem 1. FC Riegelsberg an, wo sein Vater Stefan damals die zweite Mannschaft trainierte. Stefan Urnau ist heute Übungsleiter bei Bezirksligist SV Rockershausen, auch Maurices älterer Bruder Pascal spielt dort.



"Man kann schon sagen, dass wir eine Fußballerfamilie sind. Mein Vater wollte zwar schon als Trainer aufhören - hat sich dann aber wieder überreden lassen. So ganz ohne Fußball geht es für uns einfach nicht", sagt Urnau, der gerade das letzte Jahr seiner Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert hat. Nachdem Urnau mit Riegelsberg in die Saarlandliga auf- und dann wieder abgestiegen war, wechselte er 2013 nach Auersmacher.

Im April hat ihn dann Hertha-Trainer Michael Petry von einem Wechsel an den Wiesbacher Wallenborn überzeugt. "Er hat mir in einem Vier-Augen-Gespräch gesagt, was er von mir hält und wie er mit mir plant", berichtet Urnau. Und er ergänzt: "In Auersmacher haben ich mich eigentlich sehr wohl gefühlt. Ein Wechsel kam für mich nur nach Wiesbach infrage. Die beiden Vereine sind sich in ihrer familiären Art sehr ähnlich."