Nessie war der Star des Abends

Das Seeungeheuer war die Hauptattraktion beim 13. Nachtumzug in Macherbach. Auch eine fahrbare Disco gab es.

Schon längst ist der Nachtumzug in Macherbach, der sich traditionell am Freitagabend in das närrische Programm an den tollen Tagen in der Gemeinde Eppelborn einfügt, kein Geheimtipp mehr. Vielmehr verwandelt er den sonst eher ruhigen Gemeindebezirk in ein Zentrum der guten Laune und des Feierns. Zum inzwischen 13. Mal hatte Ortsvorsteher Jürgen Nürnberger mit der Unterstützung der Vereine aus der Gemeinde zu dem Gaudiwurm eingeladen. Schon in Calmesweiler hatten es die Narren schwer, einen Parkplatz zu finden.

Gut beraten war, wer den Weg zu Fuß antrat, denn nicht nur die Suche nach der Parklücke entfiel, sondern auch die zahlreichen flüssigen Leckereien ließen sich so ganz ohne schlechtes Gewissen genießen. Doch bevor es ans Hochprozentige in Form von Sekt, Bier und Schnaps ging, hatte die Metzgerei Lambert aus Bubach erst einmal eine richtig deftige Stärkung mit dabei. Warmer Fleischkäse und Lyoner waren bei den Narren heiß begehrt. Danach gab es was auf die Ohren, der Musikverein Bubach hatte es sich nicht nehmen lassen, für die passende Fastnachtsmugge zu sorgen. "Platz machen" hieß es für die unangefochtene Attraktion des Umzugs. Die kam vom Freizeitclub Die Blunas: "Nessie aus dem Macherbach" bahnte sich den Weg durch das Narrenvolk, blitzte mit seinen grünen Augen und spuckte Rauch, was das Zeug hielt. Gut vier Wochen, verriet Dietmar Hell vom Verein, hat eine Truppe von 15 Leuten gebraucht, um den absolut sehenswerten Wagen zu bauen. Die Kulturaner aus Dirmingen haben in den Wagen etwas weniger Bauzeit investiert, doch auch sie kamen mit einer Extraportion Beleuchtung daher. Sie hatten neben dem Dirminger Schlachtruf "Hoppla Hopp" auch jede Menge gegen den Durst dabei, die Wilden Elf aus Wiesbach brachten lieber echtes Gold unters Narrenvolk.

Aufklärungsarbeit leisteten die Mitglieder der "Macherbacher Katastrofee", die mit dem Vorurteil, Feen seien weiblich, aufräumten. Bei ihnen war alles, was blinkt, willkommen. "Bling Bling" war auch das Motto beim Martini Club. Sie brachten dank ihrer fahrbaren Disco Partystimmung nach Macherbach. Gardemädchen und Prinzenpaare sorgten für das passende Fastnachtsambiente entlang der Zugstrecke. Für die brauchten die Wagen und Fußgruppen am Freitag ganz schön lange, schließlich entwickelte sich ganz Macherbach zu einer Partymeile, bis tief in die Nacht wurde die fünfte Jahreszeit gefeiert.