Musiker überzeugten auch solo

Das Orchester des Musikvereins Harmonie Wiesbach präsentierte bei seinem Konzert ein Repertoire, das der Reihe nach die einzelnen Instrumente in Szene setzte. Das Konzept ging auf.

Der Jahreswechsel liegt zwar schon etwas zurück, dennoch konnte sich der Musikverein Harmonie Wiesbach über einen guten Besuch seines Neujahrskonzertes freuen. Zu den Gästen zählte auch eine Abordnung aus der Partnerschaftsgemeinde Outreau (Frankreich). "Wir nehmen Sie auf eine musikalische Zeitreise mit", kündigte der Vorsitzende Harald Schorr in seiner Begrüßung an. Und so startete der Dirigent Carlo Welker mit seinen 41 Musikerinnen und Musikern seine Reise mit American-March-Highlights schwungvoll. "Unser Konzert ist ein Solokonzert, bei dem einzelne Instrumente solistisch vorgestellt werden", erklärte der Dirigent bei der Vorstellung der Musikstücke. "Tuba Concerto Espanol", "Zirkus Renz", "Twinkling Flutes" (Flöte: Anne Jakob und Janine Lauer) und "Glenn Miller in Concert" gehörten zu den Höhepunkten der ersten Konzerthälfte.

In der Pause zeichneten Isabella Gros und Annabelle Schorr den Nachwuchsmusiker Fabian Erschinow mit einer Urkunde und einer Nadel des Bundes saarländischer Musikvereine zur bestandenen D1-Prüfung aus.

Den zweiten Teil eröffnete Jürgen Eifler mit seinem Akkordeon und stellte sich mit dem Orchester , mit einer Solistengruppe (Saxophon) und als Akkordeonsolist vor. Viel Applaus erntete das Orchester für das "Dixieland Concerto", die singenden Saxofone und "I will always love you". Als Solisten wirkten mit: Andreas Trenz, Leonhard Welker, Anne Jakob, Janine Lauer, Jürgen Eifler, Jasmin Thom, Isabella Gros, Christoph Rothenbusch, Konrad Zapp, Jannis Schlick, Mike Huppert, Jens Prinz, Kim Ludwig, Jasmin Thom, Anja Holzer, Till Barrois, Maja Schädecke, Annabelle Schorr, Mike Herber und Marius Huppert.

Der Wiesbacher Musikverein hat augenscheinlich die Zeichen der Zeit erkannt. Während andere Vereine über fehlenden Nachwuchs klagen, besteht das Orchester , dank einer vorbildlichen Jugendarbeit, aus überwiegend jungen Musikerinnen und Musikern. Für viele war das Konzert der erste Auftritt im großen Orchester . Leonhard Welker (14) hat sich schon seit seinem fünften Lebensjahr der Musik verschrieben. Als Solist am Xylophon erntete er bei den "Erinnerungen an den Zirkus Renz" kräftigen Applaus. Als Solist war auch Marius Huppert mit seiner Trompete im Einsatz. "Die Freude an der Musik habe ich von meinem Opa", erklärte der 16-Jährige. Mit den "Alten Kameraden-Swing" und dem Deutschmeister Regimentsmarsch verabschiedete sich das Orchester von seinen Konzertbesuchern.