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Musikalische Weltreise führt bis nach Amerika

Musikalische Weltreise führt bis nach Amerika

Zum Abschluss des Jahres hat der Instrumentalverein Eppelborn ein Konzert gespielt. Dabei nahmen sowohl die jugendlichen als auch die erwachsenen Musiker das Publikum mit auf eine Reise von Europa bis Amerika.

Wie schön, wenn man einfach mal abschalten kann. Einfach da sitzen, einem niveauvollen Orchester lauschen und zwischendurch noch einigen Erzählungen und humorvollen Kommentaren zu den Stücken. Dass der Instrumentalverein Eppelborn für genau das sorgt, hat längst Tradition. Und bei vielen Eppelbornern wiederum hat dessen Konzert zum Ende des Jahres einen festen Platz im Termin-Kalender. Dementsprechend war der große Saal des Big Eppel fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Wie immer durfte zuerst das Jugendorchester sein Können unter Beweis stellen; und das nahm zusammen mit Dirigent Florian Geibel mit auf eine Reise von Europa in die USA. Wie die ersten Siedler der neuen Welt sollten die Zuhörer auf Entdeckungsreise gehen. So gab es typisch europäische Töne von Friedrich Händel, der, wie Moderator Dieter Hofmann betonte, im Dienste des englischen Königs stand. Auf dem neuen Kontinent hielt man sich verstärkt südlich auf, wippte das Publikum beschwingt bei "Guantanamera" und "Oye Como Va" mit den Füßen. Um über den Atlantik zu kommen, hatte Geibel jedoch aushelfen müssen, mit einer selbst geschriebenen Atlantik-Polka.

Der war stolz auf seine jungen Musiker und bat beim Publikum um einen Extra-Applaus: "Sie waren unheimlich fleißig in den letzten Wochen und haben einen regelrechten Marathon hingelegt." Die normalen Proben, Zusatzproben, Generalproben und mehrere Auftritte hätten sie diszipliniert bestritten. Das Orchester der Erwachsenen unter Leitung von Christoph Schorr verweilte auch ein wenig in den USA, fand aber auch wieder zurück nach Europa, nach Italien hauptsächlich. Große, beliebte Melodien gab es zu hören, so den Chor der Gefangenen aus Giuseppe Verdis Oper "Nabucco" als Instrumentalversion oder den Tanz der Stunden aus "La Gioconda" von Amilcare Ponchielli . "Achten Sie einmal darauf, wo Sie das Stück jenseits des Konzertsaals schon mal gehört haben könnten", riet Hofmann und kaum setzten die hellen, glasklaren Klänge zu dem bekannten Hauptthema an, verspürte man plötzlich Lust auf Sahnetorte. Dass sie neben klassischer Eleganz auch jazzige Leichtigkeit beherrschen, zeigten Orchester und Pianist dann bei George Gershwins "Rhapsody in Blue". Kräftigen Beifall gab es immer wieder, auch für Solist Björn Heinemann.