Chorwurm singt: Musikalische Achterbahnfahrt der Gefühle

Chorwurm singt : Musikalische Achterbahnfahrt der Gefühle

Die Formation Chorwurm begeisterte im Big Eppel mit einer bunten Mischung aus Comedy und atemberaubender Show.

Ein bisschen Charles Dickens Weihnachtsgeschichte, eine gehörige Portion Comedy und ganz viel Liebe – diese kurzweilige Mischung unterhielt am vergangenen Samstagabend das altersgemischte Publikum im Big Eppel auf das Beste. Auf und auch hinter der Bühne, wo die Band ihren Platz gefunden hatte, sorgte das Ensemble der saarländischen Showformation Chorwurm dafür, dass es, wie gleich beim Eröffnungssong „Let me entertain you“ versprochen, ein unterhaltsamer Abend wurde.

Wie gewohnt präsentierte sich das Ensemble zweigeteilt: Im bewährten rot-weiß im ersten, mit rekordverdächtigem Kostümwechseltempo und einer Achterbahnfahrt der Gefühle im zweiten Teil der Show. Lediglich ein paar Songs brauchten die Sängerinnen und Sänger, die sich mit ihren Soli allesamt in die Herzen des Publikums sangen, bis im Big Eppel zum ersten Mal tosender Applaus ausbrach. Knapp eine Stunde führte André Holstein im ersten Teil durch das Programm, setzte immer wieder alles daran, dass insbesondere die Damen im Publikum ganz spontan mit einem lauten Seufzer auf das Wörtchen „Liebe“ reagierten. Doch bis es hieß, „Chorwurm in Love“, musste sich das Publikum noch ein wenig gedulden.

Wobei, Geduld brauchte wohl niemand, eher Feierlaune und Durchhaltevermögen, getanzt wurde bereits im ersten Teil, sogar Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset schwang zu „Celebration“ ihre Hüften. Ganz großes Kino gab es im ersten Showblock mit den Solisten Patrick und Claudia, die für ihre Interpretation des Klassikers „Barcelona“ von Freddie Mercury und Montserrat Caballé gefeiert wurden. Mit jeder Menge Partymusik verabschiedete sich das Team in die Pause, die Zuschauer nutzten die Gelegenheit, sich zu stärken.

Eine Stärkung konnten alle gut gebrauchen, nahm Chorwurm die Zuhörer im zweiten Teil mit auf eine sehr rasante Reise. Blitzschnelle Kostümwechsel, eine beeindruckende Lichtshow und dazu die herausragenden Stimmen der Solisten, sie sorgten für das Rundumpaket. Das startete mit düsterer Stimmung im Arbeitszimmer des verbitterten Aldorius Grub, einem Geschäftsmann, der der Liebe abgeschworen hat. Und so mancher im Saal musste schon schmunzeln, als er verkündete: „Die Liebe bringt kein Geld ein, und wenn sie scheitert, dann kostet sie nur“. Mit seiner Einstellung rief er drei Geister auf den Plan, die allesamt nur ein Ziel hatten: Grub sollte endlich wieder die Liebe für sich entdecken. Ein zugegeben nicht ganz einfaches Unterfangen, doch mit der Liedauswahl und nicht zuletzt dem Charme des zweiten Geistes, der Grub an die „Schönste Nebensache der Welt“ erinnerte, gelang es am Ende, ihn umzustimmen. Und, die wiederentdeckte Liebe wirkte ansteckend - Chorwurm zauberte am Samstag ein bisschen Valentinstag mitten im April in die Reihen des begeisterten Eppelborner Publikums.

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