| 21:10 Uhr

Cardio-Day
Mit Cardio-Days zu besserer Gesundheit

Unter Anleitung der DRK-Bereitschaftsleiterin Marion Vicktorius übt Thomas Müller aus Merchweiler an der Puppe die Reanimation.
Unter Anleitung der DRK-Bereitschaftsleiterin Marion Vicktorius übt Thomas Müller aus Merchweiler an der Puppe die Reanimation. FOTO: Benno Weiskircher
Eppelborn. Im Big Eppel informierte eine hochkarätige Expertenrunde, wie das Infarktrisiko gemindert werden kann. Von Benno Weiskircher

„Der Landkreis Neunkirchen lebt HerzGesund!“ Unter diesem Motto startete der Landkreis im Oktober im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung das Projekt Cardio-Day. Die Eröffnungsveranstaltung des Cardio-Days für die Öffentlichkeit fand im November in der Neunkircher Gebläsehalle statt (wir berichteten). Um flächendeckender die Inhalte bekannt zu machen, hat sich der Landkreis Neunkirchen zum Ziel gesetzt, in den einzelnen Gemeinden diese Kampagne durchzuführen.


Die Gemeinde Eppelborn hatte am Donnerstag zum Herztag in den Big Eppel eingeladen. Neben zahlreichen Informationsständen nahm eine hochkarätig besetzte Expertenrunde Stellung, wie die Gesundheit gefördert und so einem Infarktrisiko vorgebeugt werden kann. Der Runde gehörten an: Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, der Mannschaftsarzt der deutschen Fußballnationalmannschaft, Professor Dr. Tim Meyer, Professor Dr. Günter Dörr, der Betriebsleiter der IKK Südwest, Günter Eller, Professor Dr. Schmidt und Anja Stuppi vom Gesundheitsamt Neunkirchen.

„Der beste Herzinfarkt ist der, den man nicht erlebt“, stellte Dr. Schmidt in seinem Statement fest. Für Günter Eller ist das Projekt genial. Anja Stuppi, die Projektleiterin des Programms „Der Landkreis lebt gesund“, wünscht sich, dass ganz viele Menschen wissen, was bei einer Herzlungen-Wiederbelebung zu tun ist. In Einzelvorträgen war Wissenswertes zu den Themen „plötzlicher Herztod“ (Professor Dr. Tim Meyer), „herzgesunde Ernährung“ (Gerd Kempf, Martinshof) und „Verhalten im Notfall (Frank Marx) zu erfahren. Meyer unterrichtete in seinem informativen Vortrag die Besucher unter anderem über die Anzeichen, die auf einen Herzinfarkt hinweisen können. Sein Fazit lautete: „Körperliche Aktivität schützt vor Herzinfarkt, je aktiver desto geringer das Infarktrisiko.“



Gerd Kempf wies auf ausgewogene gesunde Ernährung hin und stellte die seit 1986 praktizierte Martinshof-Biotradition besonders heraus. Vor Ort mit dabei war auch Jan Stemmler von Kickerz, dem erfolgreichsten YouTube-Kanal Deutschlands. Er berichtete von seinem Treffen mit Nationaltorhüter Manuel Neuer. Die Expertenrunde wurde von Gerd Müller moderiert. Müller stellte auch den Beginn und die Entwicklung des Projekts vor. Sein Rat an die Besucher lautete: „Nehmen sie mit, wie wichtig Bewegung ist.“

Ein ebenso umfangreiches wie vielseitiges Angebot hielt der DRK-Ortsverein für die Besucher bereit. Erste-Hilfe-Maßnahmen, stabile Seitenlage und Reanimation konnten praktisch geübt werden. Außerdem wurden auch Blutdruck gemessen und Blutzucker bestimmt. Die Selbsthilfegruppe Deutsche ilco informierte an ihrem Stand über ihre Hilfe für Menschen mit Darmkrebs sowie deren Angehörige. „Wir verkaufen nichts, wir betreuen Stomaträger mit künstlichem Darmausgang oder künstlicher Harnableitung nach einem Krankenhausaufenthalt“, hielt der Regionalsprecher Peter Britz fest. Der Vitaltreff Eppelborn war mit einer kostenlosen Körperanalyse vor Ort. Bei Thaimassage & Wellness wurden Schnupper- und Kräuter-
stempelmassagen angeboten.

Die nächsten CardioDays im Landkreis Neunkirchen: 27. Januar in Schiffweiler, 25. Februar in Illingen, im März in Merchweiler, 14. April in Ottweiler, im Mai in Spiesen Elversberg (Kooperation mit SV Elversberg).

Moderator Gerd Müller (rechts) befragte die hochkarätige Expertenrunde. Die Podiumsmitglieder nahmen Stellung, wie sie persönlich ihre Gesundheit fördern und so einem Infarktrisiko vorbeugen.
Moderator Gerd Müller (rechts) befragte die hochkarätige Expertenrunde. Die Podiumsmitglieder nahmen Stellung, wie sie persönlich ihre Gesundheit fördern und so einem Infarktrisiko vorbeugen. FOTO: Benno Weiskircher