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Mensch und Tier trotzen der Hitze

Wolfgang Urhahn mit seiner Kuh beim Almabtrieb in Humes. Foto: Andreas Engel
Wolfgang Urhahn mit seiner Kuh beim Almabtrieb in Humes. Foto: Andreas Engel FOTO: Andreas Engel
Humes. Seit einem Vierteljahrhundert pflegt der OGV die Tradition des Almabtriebs. Begleitet vom Fanfarenzug, zogen die Bauernfamilien Urhahn und Riehm mit ihren Kühen, Pferden und Ziegen vom Wackenberg zum Kelterhaus. eng



Mensch und Tier ächzten nicht schlecht unter der Hitze am Samstagnachmittag, als zum 24. Mal in Folge in Humes der Almabtrieb, organisiert vom Obst- und Gartenbauverein mit dem schönen Namen "Im schönsten Wiesengrunde", stattfand. Traditionell ist der Almabtrieb mit Kühen, Pferden und Ziegen Teil des Sommerfestes des Obst- und Gartenbauvereins. Los ging's am Hochbehälter auf dem Wackenberg, als die Bauernfamilien Urhahn und Riehm mit ihren Tieren auf dem Hochplateau ankamen.

"Das ist schon ein gewisser Stress für die Tiere", sagte Wolfgang Urhahn, "die Hitze und die ungewohnte Umgebung. Aber wir haben alles im Griff", war er sich sicher, schnappte sich die feste Leine und eskortierte seine festlich geschmückte Kuh ins Tal. Unter der musikalischen Begleitung des Fanfarenzuges der Kolpingfamilie Humes setzte sich der Tross in Bewegung zum Festplatz am Kelterhaus. Ins Leben gerufen wurde der Almabtrieb vor fast einem Vierteljahrhundert von Kunibert Bonnaire, dem Vorsitzenden des Gartenbauvereins. "Wir wollten damals wieder etwas Schwung in unser Vereinsleben bringen", erinnert sich Bonnaire, der auch dieses Jahr wieder mit einem seiner Pferde mit von der Partie war beim Almabtrieb.

Der zweite Tag des Sommerfestes am Sonntag begann dann festlich mit einem Feldgottesdienst, zelebriert von Diakon Peter Jochum, im Festzelt. Danach wurde nur noch geschwitzt, bei annähernd 40 Grad im Schatten.