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Maybebop und SingSing – und eine Stimme vom Band

Eppelborn. kub

. Trotz personeller Engpässe gab es für das Publikum im Eppelborner Veranstaltungssaal Big Eppel am Freitagabend ein Konzert der Extraklasse zu hören. Bereits zum dritten Mal traten das saarländische Vokalensemble SingSing und eine der bekanntesten deutschen A-Capella-Bands, Maybebop, für ein gemeinsames Konzert auf die Bühne.

Maybebop musste dabei auf ihren Bariton Oliver Gies verzichten, der krank das Bett hütete - was der Qualität der Musik allerdings keinen Abbruch tat. Gies konnte zumindest per Playback am Konzert teilnehmen, bereits vorher aufgezeichnete Tonspuren seines Gesangs wurden während des Auftritts der drei gesunden Bandmitglieder abgespielt. Was anfangs zunächst merkwürdig anmutete - der Zuschauer sieht drei Personen auf der Bühne, hört aber vier Stimmen - war nach kurzer Zeit aber wieder vergessen.

Maybebop begann standesgemäß mit einigen A-Capella-Klassikern wie "Don't Worry, Be Happy" oder "Caravan of Love", ehe sie ihre eigenen Titel spielten. Diese, geprägt von Humor und einer Schippe Selbstironie, heizten dem Publikum ordentlich ein. Kurzweilige Parts wie einem "Duell ohne Mittelstimmen" zwischen Bass Sebastian Schröder und Counter-Tenor Jan Bürger, bei dem beide am Ende überraschend ihre gegensätzlichen Stimmlagen tauschten, und einer improvisierten A-Capella-Nummer mit einer Frau aus dem Publikum machten den Abend außerdem äußerst kurzweilig und unterhaltsam.

Gewissermaßen als "Vorgruppe" von Maybebop spielte die Gesangsgruppe SingSing. Die vier Damen und drei Herren aus dem Saarland gaben unter der Leitung von Arrangeur Jürgen Käfer Songs aus über Schlager bis Jazz zum Besten. Dabei durfte "The Lion Sleeps Tonight" ebenso wenig fehlen wie Pharrell Williams letztjähriger Megahit "Happy". Die Nervosität war den Saarländern zwar anzumerken, was aber Performance und gesangliche Qualität betraf, standen SingSing vielen "Profis" in nichts nach.

Am Ende standen die insgesamt zehn Sänger für eine gemeinsame Zugabe auf der Bühne. Dabei wurde auch schon ein mögliches nächstes Gemeinschaftskonzert diskutiert.