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Mann aus Eppelborn ist zweiter Corona-Fall im Landkreis Neunkirchen

Rückkehrer aus dem Skiurlaub : Mann aus Eppelborn ist zweiter Corona-Fall im Landkreis Neunkirchen

Ein Mann aus Eppelborn ist der zweite Corona-Fall im Landkreis Neunkirchen. Damit erhöht sich die Zahl der Ansteckungen im Saarland auf 14.

Der erkrankte Mann war aus dem Skiurlaub in Österreich zurückgekehrt. Das Gesundheitsamt in Neunkirchen hatte seinen Fall bereits am Dienstag dem saarländischen Gesundheitsministerium gemeldet. Zuvor hatte es im Landkreis Neunkirchen nur eine bestätigte Infektion gegeben. Ein junger Mann aus Merchweiler soll sich während des Skiurlaubs in Südtirol angesteckt haben. Die Skiregion in Norditalien wird vom Robert-Koch-Institut in Berlin als Risikogebiet für das neuartige Virus eingestuft.

Dem Gesundheitsministerium waren am späten Abend auch vier Corona-Fälle aus dem Regionalverband Saarbrücken übermittelt worden. Diese führten am Mittwoch zur Schließung der Grundschule Rodenhof in Saarbrücken und des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Sulzbach – vorerst bis zum 20. März. Denn zu den Erkrankten zählen eine Grundschullehrerin und eine Schülerin der weiterführenden Schule in Sulzbach.

Somit sind im Saarland nun 14 Infektionen mit dem Coronavirus bekannt, nachdem am gestrigen Nachmittag auch in Beckingen zwei weitere Erkrankungen festgestellt worden waren. Allerdings handelt es sich bei der Zahl um den Stand von Dienstagabend, 22 Uhr. Das Ministerium unterrichtet derzeit täglich über neue Ansteckungen in der Region.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) hatte am Mittwochmorgen in einer Regierungserklärung vor dem saarländischen Landtag ein „Höchstmaß an Transparenz“ im Umgang mit dem Coronavirus zugesichert. Denn viele Menschen seien besorgt und verunsichert, sagte die Ministerin.

Bachmann stellte konkrete Maßnahmen der Landesregierung vor, um das Virus in der Region einzudämmen und auf eine weitere Ausbreitung vorbereitet zu sein. Unter anderem sind Krankenhäuser aufgefordert, planbare Operationen zu verschieben, auch sollen Kapazitäten für ein zentrales Quarantänezentrum vorgehalten werden. Mit der Ärzteschaft will das Ministerium die Einrichtung von Schwerpunktpraxen und mobiler Teststationen prüfen.