Lob für gefiederte Schönheiten

Mit insgesamt 191 Vögeln gab es jede Menge bei der Ausstellung in Wiesbach zu sehen. In den Sparten Gesangskanarien, Wildvögel und Mischlinge, Exoten sowie Großsittiche wurden die Vögel prämiert.

. Bereits einen Tag vor dem eigentlichen Beginn durften die ersten Gäste einen Blick auf die "Ausstellungsstücke" erhaschen. Die Kids der Freiwilligen Ganztagsschule Wiesbach waren begeistert von dem, was der Vogelzucht- und Vogelschutzverein Wiesbach und Umgebung auf die Beine gestellt hatte.

Mit insgesamt 191 Vögeln gab es jede Menge zu sehen. Doch nicht nur die vielen verschiedenen Nestbauer gefielen den jungen Gästen: "Vor allem die Präparatenschau kam bei den Kindern gut an", freute sich der Vereinsvorsitzende Josef Monz. Neben größeren Vögeln wie dem Habicht oder dem Bussard waren auch ausgestopfte Säugetiere zu bestaunen: Dachs, Eichelhäher, Steinmarder und viele mehr.

Den wichtigsten Aspekt der Veranstaltung in der Wiesbachhalle stellte aber die Vereinsmeisterschaft dar. 134 Beiträge von Teilnehmern aus Wiesbach sowie 67 weitere von Gastausstellern aus Eppelborn und Neukirchen wurden prämiert. Die Bewertung erfolgte in vier Sparten. Die Erste befasste sich mit den , die nach der Qualität ihrer Stimme beurteilt wurden. Hier gewann Jan Schmitz, der in dieser Kategorie auch Saarlandmeister wurde.

Die zweite Sparte umfasste Wildvögel und Mischlinge. Bei ihnen standen äußerliche Merkmale im Vordergrund: Beispielsweise die Schönheit und Intensität der Farbe des Gefieders oder Charakteristika wie Haltung, Form und Größe der Vögel. Den Wettbewerb dieser sogenannten Positurkanarien konnte Josef Herrmann mit der Zuchtrasse Lizard für sich entscheiden.

In der Sparte Exoten, bei der unter anderem Vögel aus Australien oder Afrika antraten, gewann Karl-Josef Brill. Michael Minnet schaffte den Sieg bei den Großsittichen.

Für den 1968 gegründeten Verein geht es aber nicht nur um Vogelzucht und Preise. "Wir begleiten auch den Vogelschutz im Äußeren", erklärte Monz, der von 1982 bis 1994 als Naturschutzbeauftrager Wiesbachs tätig war. "Gerade im Winter leiden die Vögel am nasskalten Wetter". Durch die Einrichtung von Futterstellen für Wildvögel versucht man, Abhilfe zu schaffen. Als Teil des Deutschen Naturschutzbundes engagiert sich der Verein auch gegen die Wilderei. "Wenn zum Beispiel in Afrika Abermillionen von Zugvögeln in kilometerlangen Netzen gefangen und getötet werden, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Artbestände zurückgehen." Vögel in großer Zahl stellte der Vogelzucht- und schutzverein Wiesbach und Umgebung in der Wiesbachhalle aus. Erich Leidinger (von links), Theolinde Monz und Michael Minnet bewunderten die Vögel. Foto: Andreas Engel