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Kreisparteitag der Neunkircher Liberalen im Eppelborner Ortsteil Calmesweiler.

Liberale : Jungfernrede beim Kreisparteitag

In Calmesweiler traf sich die FDP. Die neu aufgestellten Jungen Liberalen stellten sich vor.

Die heiße Wahlkampfphase hat alle Parteien fest im Griff, das ist bei der FDP nicht anders. So bestimmten wahlkampfrelevante Themen den Kreisparteitag der Neunkircher Liberalen im Eppelborner Ortsteil Calmesweiler. Die jungen Liberalen (JuLis) haben sich erst vor Kurzem auf Kreisebene wieder neu aufgestellt. Ihr Vorsitzende, Felix Schneider (21) hielt auf dem Parteitag seine Jungfernrede. Er will liberale Politik jungen Menschen näher bringen. Er forderte einen Generationswechsel, nicht nur für den Neunkircher Stadtrat, für den er kandidiert. Er mahnte „gesunden Menschenverstand anstatt Populismus“ an. Besonderes Anliegen der JuLis sei der öffentliche Personennahverkehr und der Ausbau des Radwegenetzes.

Peter Schneider, Kreisvorsitzender der FDP, sprach von einer positiven Mitgliederentwicklung, woran auch die jungen Liberalen ihren Anteil hätten. Das Profil der FDP müsse geschärft werden, so Schneider, mehr Klimaschutz und mehr Einsatz für Europa klagte der Kreischef der Liberalen ein. Schneider findet es gut, dass neben dem neu gegründeten liberalen Nachwuchs auch die älteren, erfahrenen Politiker noch, beziehungsweise wieder an Bord seien. Schneider freute sich über den bislang „sehr fair“ verlaufenen Wahlkampf, man müsse auch Respekt vor den politischen Mitbewerbern aufbringen, sagte er vor 26 erschienenen Mitgliedern.

Auf dem Parteitag stellten sich auch alle Kandidatinnen und Kandidaten für die verschiedenen Positionen vor. Oliver Luksic, Landesvorsitzender der FDP und Mitglied des Deutschen Bundestages, bekräftigte die Forderungen von Schneider nach mehr Klimaschutz und einem starkem Einsatz für Europa. Insgesamt rechnet Luksic mit einem „sehr guten Abschneiden der liberalen Parteienfamilie“ bei den kommenden Wahlen. Die FDP werde gebraucht, sagte Landeschef Luksic. Das merke man daran, dass gerade wieder ein Juso-Vorsitzender (Kevin Kühnert) von Verstaatlichungen rede. Mit diesen kapitalismuskritischen Äußerungen ecke Kühnert sogar in seiner eigenen Partei an. Ebenso kritisierte Luksic den aus dem Saarland stammenden Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) . Es sei nicht ausreichend, was Altmaier für das Saarland in Berlin erreiche.

Auch der frühere Landtagsvizepräsident und Landesvorsitzende Karl Josef Jochum meldete sich zu Wort. „Wir brauchen vor der AfD keine Angst zu haben“, sagte er. Ferner vertrat er auf der Kreisversammlung die Meinung, dass erheblich mehr in die ökologische Richtung gedacht und entsprechend gehandelt werden müsse. Das könne man nicht alleine Bündnis90/Die Grünen überlassen.