Ortsrat Humes: Kolpingsaal jetzt mit in der Kita-Planung

Ortsrat Humes : Kolpingsaal jetzt mit in der Kita-Planung

Richtig zur Sache ging es teilweise trotz einstimmiger Beschlüsse im Humeser Ortsrat. Etwa beim Thema Neubaugebiet.

Alles andere als harmonisch verlief die Ortsratssitzung im Eppelborner Gemeindebezirk Humes am Mittwochabend. Zwar in den Beschlüssen am Ende einstimmig, so gab es doch heftige Diskussionen um die zahlreichen Themen, die auf der Tagesordnung standen. Allem voran der Übernahme von Planungskosten für die Kindertagesstätte durch die Gemeinde. Dieser Beschluss war auch Grund der recht kurzfristig einberufenen Sitzung trotz Ferienzeit, wie Ortsvorsteher Edgar Kuhn, SPD, erklärte. Um den Bestandschutz des Pfarrsaales zu wahren, erläuterte er, gab es erneut eine Änderung der Bauplanung. „Die Kirchgemeinde hat nun den Kolpingsaal, den die Kolpingfamilie bis zum Mai kommenden Jahres leerräumen will, mit in die Planung aufgenommen, so dass an der Außenhülle nichts verändert werden muss“, erläuterte er. Denn das, so betonte er, sei Voraussetzung für den Bestandschutz.

Um nun aber einen Bauantrag stellen zu können, bedarf es einer Umplanung, die Kosten von 24 000 Euro soll die Gemeindeverwaltung übernehmen, informierte Kuhn. Doch ob es sich dabei, wie er formulierte, um Mehrkosten handele, oder, wie die Ortsratsmitglieder aller drei Parteien betonten, um eine Vorfinanzierung aus der bereits eingestellten Bausumme handele, darüber diskutierten die Ratsmitglieder heftig. Um auf jeden Fall in der Gemeinderatssitzung (siehe Seite C 3)  die rund 24 000 Euro zur Umplanung durch den Rat zu bekommen, einigte man sich nach langem Ringen darauf, sich auf das Schreiben der Kirchengemeinde zu berufen. Darin, so Klaus-Werner Egler, SPD, sei formuliert, dass die Kosten, sobald die Maßnahme begonnen werde, verrechnet würden. „Ansonsten könnte es am Ende passieren, dass, wenn der Gemeinderat gegen die 24 000 Euro stimmt, die gesamte Maßnahme nicht durchgeführt werden kann“, gab Karl Barrois, CDU, zu bedenken. Einstimmigkeit herrschte in diesem Zusammenhang auch bei der Vereinbarung über den Pfarrsaal zwischen Bistum und der Gemeinde Eppelborn.

Ebenso intensiv diskutierten die Humeser Ortsratsmitglieder über die Sanierung der Straße Welschseite. Im Mai, erläuterte Kuhn, habe Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset eine Zusage gegeben, dass die Bürger über eventuell entstehende Kosten informiert würden. Bis heute sei jedoch nichts geschehen, die Maßnahme sollte ursprünglich im April 2016 abgeschlossen sein, erläuterte Egler. Nun fordert der Ortsrat innerhalb von 14 Tage eine schriftliche Stellungnahme durch die Bürgermeisterin.

Beschlossen hat der Ortsrat in der Sitzung schließlich auch, dass zukünftig auf dem Dorfplatz in Humes kein Feuerwerk abgebrannt werden darf. Richtig zur Sache ging es dann zum Ende der Sitzung noch einmal. Das Stichwort  Neubaugebiet sorgte für Aufregung in der Runde. Hier haben Ratsmitglieder mit großer Überraschung zur Kenntnis genommen, dass in Bubach ein Neubaugebiet erschlossen wird. „Schon 2003 wurde ein neuer Flächennutzungsplan aufgestellt, der besagt, dass es in Eppelborn keinen neuen Baugebiete mehr geben soll“, sagte Lothar Saar, SPD. Er forderte seine Ratskollegen dazu auf, zu überlegen, wo auch in Humes Baugrund erschlossen werden könnte. Sehr gerne will Edgar Kuhn das Thema in einer der nächsten Sitzungen wieder aufgreifen, versprach er abschließend.

 Der Seniorentag in Humes findet in diesem Jahr am Sonntag, 22.Oktober, im Pfarrsaal statt, war in der Ortsratssitzung zu hören.

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