Klingende Gärten und Kreisrosenschau auf Finkenrech in Dirmingen

Halbzeit für die Rosenkönigin : Unter schattigen Kastanien Musik genießen

Klingende Gärten und die Kreisrosenschau lockten die Menschen trotz Hitze nach Finkenrech.

Larissa, Elina, Bianca und Kristina – sie alle wurden von den Gästen am Sonntagvormittag auf dem Freizeitgelände Finkenrech bei der Kreisrosenschau bewundert. Doch während es sich bei den beiden Erstgenannten um edle Rosensorten handelt, sind Bianca und Kristina die beiden offiziellen Repräsentantinnen, die den Deutschlandweit einzigen Rosenkreis, der seit 1985 besteht, bei zahlreichen Veranstaltungen vertreten. Die beiden jungen Damen, Rosenkönigin Bianca und Rosenprinzessin Kristina, feierten am Sonntag Halbzeit im Amt. „Wir haben in dem ersten Jahr unserer Amtszeit viele nette Menschen kennengelernt und durften vieles erleben. Wir freuen uns auf das zweite Jahr“, erklärte die Rosenkönigin. Sie hatte ebenso wie auch ihre Prinzessin die lange Robe gegen ein luftiges Sommerkleid getauscht.

Vor Schweißperlen auf der Stirn schützte das die beiden jungen Damen, aber auch die zahlreichen Gäste und Redner bei der offiziellen Eröffnung der Rosenschau im Konferenzraum nicht. Heruntergelassene Rollläden und die Klimaanlage kamen nicht gegen die Feuchtigkeit, mit der die Rosen konserviert wurden, an.

Die drei teilnehmenden Vereine hatten bunte Bilder mit den unterschiedlichsten Rosensorten geschaffen – trotz der Hitze und Trockenheit, erklärte Wolfgang Meiser von den Rosen- und Gartenfreunden Illingen, konnten die Teilnehmer viele schöne Exemplare präsentieren. „Wir wissen, dass die Rosen bei normaler Witterung acht Wochen, bei Regen und Kälte auch mal bis zu zehn Wochen brauchen. In diesem Jahr hätten sieben Wochen ausgereicht“, erklärte Meiser.

Begrüßt wurden die Gäste von Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset. „Wir sind stolz auf den Rosenkreis, versuchen immer, den Weg der Rose in die Gärten des Kreises zu ebnen. Dazu gehören auch Kooperationen mit den Gemeinden, mit Schulen und Kindergärten“, erklärte sie. Ein wenig Sorge, sagte Kreisbeigeordneter Karlheinz Müller, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, habe er schon gehabt, sei er doch für das Wetter verantwortlich. „Dass es das Wetter aber so gut mit uns meint, damit hätte ich nicht gerechnet“, erklärte er. „Die Hitze hat auch was Erfreuliches – die Grußworte fallen dann besonders kurz aus“, scherzte Umweltstaatssekretär Roland Krämer. Er betonte, dass Finkenrech immer eine Reise wert sei.

Zusammen mit Schirmherr Müller ging es hinauf zur Picknickwiese. Dort wurden die „Klingenden Gärten“, längst in den Reigen der Traditionsveranstaltungen auf dem Finkenrech aufgenommen, musikalisch eröffnet. „Wir sind richtig froh, dass schon so viele Leute zur Eröffnung gekommen sind. Wir haben gestern extra die vielen Schattenplätze, die es hier unter den Bäumen gibt, gepostet“, sagte Anna Grüneisen von der Tourismus- und Kulturzentrale Neunkirchen. Ein Plätzchen im Schatten unter einem großen Kastanienbaum hatten sich Elisabeth Roth aus Kohlhof und Ursula Schüler aus Wiebelskirchen gesichert. „Ich bin tatsächlich zum ersten Mal auf Finkenrech. Was ich bisher gesehen habe, gefällt mir, das macht einen tollen Eindruck. Schon das Parken ist sehr gut organisiert“, war Roth voll des Lobes.

Schüler war vor allem der Musik wegen nach Dirmingen gekommen. „Wir sind schon öfter auf Finkenrech. Die Klingenden Gärten ist eine schöne Veranstaltung“, erklärte sie. Das Musikprogramm, das in diesem Jahr auf drei Bühnen stattfand, sorgte für viel Abwechslung. Bis in die Abendstunden machten es sich die Gäste auf ihren Picknickdecke, aber auch auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten, gemütlich und genossen den stressfreien Sonntag. Abgerundet wurde das Angebot von einigen Verkaufsständen, die kulinarisch kaum einen Wunsch offen ließen. Aber auch Rosen und zahlreiche, weitere Gartenpflanzen zum Mitnehmen warteten auf die Besucher.

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