Klackernde Würfel, freudiger Jubel

Eppelborn. Wenn sich am Wochenende die Tür des Big Eppel öffnete, konnte man lautes Klackern der Würfel, gepaart mit freudigem Jubel und enttäuschten Seufzern vernehmen. Denn am Samstag und Sonntag hieß es mal wieder "Eppelborn spielt" (wir berichteten)

Eppelborn. Wenn sich am Wochenende die Tür des Big Eppel öffnete, konnte man lautes Klackern der Würfel, gepaart mit freudigem Jubel und enttäuschten Seufzern vernehmen. Denn am Samstag und Sonntag hieß es mal wieder "Eppelborn spielt" (wir berichteten). Und wie! Knapp 1000 Besucher waren ins Kulturzentrum gekommen, um Dixit, Die Tore der Welt, Diego Drachenzahn, Dominion und rund 500 weitere Brett-, Würfel- und Kartenspiele zu spielen. Wer beim Studieren der oftmals komplizierten Beschreibungen an seine Grenzen stieß, konnte sich die älteste aller Zockerregeln ins Gedächtnis rufen: Mensch, ärgere Dich nicht. Denn für diesen Fall standen die Mitglieder der Spielelagune Saar bereit, um zu erklären, zu helfen und natürlich auch mitzuspielen. Seit elf Jahren organisieren sie die beliebte Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Jugendbüro der Gemeinde. "Uns geht es darum, den Spaß an den Brettspielen zu vermitteln und darauf aufmerksam zu machen, dass diese Art von Spielen weitaus kommunikativer ist, als PC-Spiele. Man trifft sich in einer realen Gemeinschaft, die keine Internet-Community ersetzen kann", erklärte Udo Möller, Vorsitzender der Spielelagune. Bei dem riesigen Angebot kamen alle Altersklassen auf ihre Kosten. Und wer immer noch der Meinung war, Brettspiele seien nur etwas für Kinder, der wurde spätestens beim Warhammer-Turnier eines Besseren belehrt. Allein das komplexe Regelwerk stellt Außenstehende vor eine ähnliche Herausforderung wie das Erklären der Relativitätstheorie. Aber so schwierig ging es nicht überall zu. Moderne Spieleklassiker wie Magic, Yu-Gi-Oh, Siedler und Heckmeck wurden ebenso gespielt wie Identik, das von der Spielelagune mit dem Saarländischen Spielepreis ausgezeichnet wurde. "Identik ist familienfreundlich, schnell zu erklären, dauert nicht zu lange und macht jede Menge Spaß. Das war für uns entscheidend", so Udo Möller. Bei den spielebegeisterten Besuchern kam die Veranstaltung wieder sehr gut an. "Ich komme seit sechs Jahren regelmäßig und gerne hierher. Man kommt schnell mit Leuten ins Gespräch und kann Spiele testen. Ich selbst bin Fan von Strategiespielen wie Sankt Petersburg, bei denen vor allem Kreativität und Fantasie gefragt sind", erzählte Thomas Kuhn aus Illingen. Er freute sich vor allem auf das Rollenspiel "Die Werwölfe von Finsterwalde", das in der Nacht auf Sonntag gespielt wurde. Zwar musste man als Spieler hierbei geschickt lügen, manch "braven Bürger" den Werwölfen zum Fraß vorwerfen, aber das hört sich schlimmer an, als es ist. Hier galt die Regel: Der will doch nur spielen. pra

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