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Einfach ärgerlich
Kein Platz zum Spielen in der Spielstraße

Familie Hombrecher aus Eppelborn wünscht sich, dass Falschparker in Spielstraßen mit Strafen belegt würden, damit sie ihre Autos ordnungsgemäß abstellen.  
Familie Hombrecher aus Eppelborn wünscht sich, dass Falschparker in Spielstraßen mit Strafen belegt würden, damit sie ihre Autos ordnungsgemäß abstellen.   FOTO: Fredrik von Erichsen / picture alliance / dpa
Eppelborn. Autos statt Freiraum: Für Andrea Hombrecher stellt sich die Situation in der spielberuhigten Straße „Auf dem Herrenberg“ als unhaltbar dar. Von Solveig Lenz-Engel

  () Für SZ-Leser-Reporterin Andrea Hombrecher ist die Sache sonnenklar. Wenn es in einer Spielstraße keine eigens ausgewiesenen Flächen fürs Parken gibt, hat der Straßenraum frei zu bleiben. Damit die Spielstraße ihrem Zweck,  Kindern eine freie Fläche zum Spielen zu bieten, erfüllen kann. Der Verkehr ist deswegen auch auf Schrittgeschwindigkeit gedrosselt, um jederzeit bremsen zu können.



Die Anlieger müssen ihre Fahrzeuge und auch die von Besuchern auf ihren Grundstücken abstellen. Eingentlich eine übersichtliche Sache, meint Andrea Homberger, die sich an die SZ  gewendet hat.

Familie Homberger wohnt in der Eppelborner Straße „Auf dem Herrenberg“, die als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen ist.

Hombergers haben sich schlau gemacht, dass in verkehrsberuhigten Bereich das Parken gemäß Paragraph 42, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung (in Verbindung mit Anlage 3 der StVO nur auf dafür gekennzeichneten Flächen zulässig sei, ausgenommen sei nur das Ein- und Aussteigen beziehungsweise das Be- und Entladen. „Auf dem Herrenberg“ werde aber regelmäßig auf der Straße geparkt. Die Falschparker würden aber vom zuständigen Ordnungsamt in Schiffweiler geduldet.

Es würden keine Protokolle verteilt, somit das Falschparken auch nicht geahndet und damit verhindert. Andrea Hombrecher hat sich  in der Sache auch an  das Ordnungsamt der  Gemeindeverwaltung Eppelborn und an die Bußgeldbehörde in St.  Ingbert gewendet. Bislang erfolglos. Laut Homberger werde nichts unternommen, sondern die Verstöße gegen die StVO würden einfach geduldet. Dabei habe es bereits mehrere brenzlige Situationen für spielende Kinder gegeben, weil die Straße durch die parkenden Autos sehr eng und auch unübersichtlich für durchfahrende Verkehrsteilnehmer werde. Andrea Hombrecher weist darauf hin, dass es eine Begehung durch den Eppelborner Ortsrat gab,  in der festgestellt wurde,  dass das Parken dort nicht gestattet sei. Die rund 50 Anlieger in der Straße „Auf dem Herrenberg“ hätten seit der Erschließung des Bereiches gewusst, dass Fahrzeuge auf den Grundstücken, also in Einfahrten, Garagen oder anderen eigenen Parkflächen abzustellen seien.



„Dass bislang nichts passiert ist, kann kein Argument sein, nichts zu unternehmen“, so die SZ-Leser-Reporterin.

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