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Kartoffelmarkt Wiesbach
Keiner muss die Kartoffel im Sack kaufen

Michael Ackermann und Johannes Rehm gehören zu den starken Männern aus Wiesbach, die die Autos beladen. Klaus Kleinefeld aus Heusweiler transportierte in seinem Mercedes die gekauften Kartoffeln.
Michael Ackermann und Johannes Rehm gehören zu den starken Männern aus Wiesbach, die die Autos beladen. Klaus Kleinefeld aus Heusweiler transportierte in seinem Mercedes die gekauften Kartoffeln. FOTO: Jörg Jacobi
Wiesbach. Das Besondere am Wiesbacher Kartoffelmarkt ist, dass die Besucher alle Sorten probieren können. Von Jörg Gustav Jacobi-Vogelgesang

In Wiesbach dreht sich drei Tage lang alles um die Kartoffel. Auf dem Gelände des Raiffeisenmarktes ging es zu wie in einem Taubenschlag. Die Liebhaber des Erdapfels fuhren am Donnerstag mit ihren Fahrzeugen in die überdachte Lagerhalle und öffneten die Kofferräume ihrer Autos. Dort wurde von Michael Ackermann und Johannes Rehm das Heck der Mobile zum Teil zentnerweise mit eingesackten Kartoffeln beladen. Klaus Kleinefeld aus Heusweiler zum Beispiel hatte seinen Mercedes mit einem Zentner Kartoffeln, zumindest für den Nachhauseweg, etwas tiefer gelegt.


Verschiedene Kartoffelsorten für jeden Geschmack sind noch bis einschließlich Samstag, 13. Oktober, in der Auswahl.

Damit keiner die Kartoffel des persönlichen Geschmacks im Sack kaufen muss, gibt es am Probierstand jede angebotene Sorte zum Testverzehr. Da sind zum Beispiel dabei festkochende Sorten wie Belana, Cilena und Allians. Oder vorwiegend festkochende wie Gala und Laura, oder die mehlig kochende Sorte Melody. Alles ist da, wie es Köchin und Koch für die Zubereitung der verschiedenen Kartoffelgerichte benötigt.



Im großen Festzelt können sich die Besucher außerdem an Grombeer-Kiechelcha, Grombeer-Sopp und Dibbelabbes laben. Marktleiter Klaus Dörr war am Donnerstag schon mit dem Interesse der zahlreich gekommenen Kartoffelliebhaber äußert zufrieden. Er sagte der SZ: „Der 35. Kartoffelmarkt ist wohl das größte Fest in Wiesbach. Besucher aus dem gesamten Saarland und der angrenzenden Pfalz kommen zu uns. Wenn der Besuchersturm so anhält, können wir bis einschließlich Samstag mit 5000 Besuchern rechnen.” Immer am zweiten Wochenende im Oktober findet in Wiesbach der Kartoffelmarkt statt. 1984 wurde dieser vom damaligen Marktleiter Josef Dörr organisiert. Seitdem hat sich dieser Markt zu einem Volksfest etabliert. Fritz Hansen war gestern auch schon vor Ort, er sagte: „Ich freue mich heute schon auf den Samstag, denn da spielt im Festzelt die Blasmusikkapelle Saaravanka.“ Ganz toll findet er die große Auswahl der Kartoffelsorten, und dass man sie probieren kann, die professionelle Beratung und das gesellige Zusammensein.