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Fußball
Pelagi beißt für die Hertha auf die Zähne

 Wiesbachs Fabio Pelagi (vorne) hat auch in der Hallesaison anständig auf die Knochen bekommen.
Wiesbachs Fabio Pelagi (vorne) hat auch in der Hallesaison anständig auf die Knochen bekommen. FOTO: Thomas Wieck
Wiesbach. Der Kader des Fußball-Oberligisten FC Wiesbach ist durch Abgänge in der Winterpause und drei Langzeitverletzte dünn geworden. Deshalb beißt auch Fabio Pelagi auf die Zähne: Der Außenbahnspieler ist zwar angeschlagen, wird aber im Heimspiel gegen Ludwigshafen auflaufen. Von Philipp Semmler

Nach einem 2:0-Auftaktsieg beim 1. FC Kaiserslautern II kassierten die Fußballer des FC Hertha Wiesbach zuletzt drei Niederlagen in Folge. „Wir sind jetzt leider wieder mitten im Abstiegskampf“, weiß Mittelfeldspieler Fabio Pelagi. An diesem Samstag um 15 Uhr empfängt der aus Sulzbach stammende 21-Jährige mit seinem Team den Tabellennachbarn FC Arminia Ludwigshafen. Die Gäste vom Rhein stehen mit 28 Punkten aus 22 Begegnungen auf Rang zwölf. Wiesbach ist mit zwei Zählern mehr (bei 23 ausgetragenen Partien) Elfter. „Das ist also ein ganz wichtiges Spiel für uns“, sagt Pelagi mit Blick auf die Tabelle.


Ein Grund für die zuletzt schwachen Ergebnisse war auch die Personalnot, mit der Hertha-Trainer Michael Petry derzeit zu kämpfen hat. Nach drei Abgängen im Winter und drei schwerwiegenden Ausfällen (wir berichteten) hatte der Übungsleiter bei der jüngsten 0:3-Niederlage bei Spitzenreiter Rot-Weiß Koblenz gerade noch zwei Feldspieler auf der Bank sitzen. Pelagi lief in Koblenz von Beginn auf – obwohl auch der „Flügelflitzer“ nicht richtig fit war. „Ich musste beim 0:1 in Trier mit einer Fußverletzung raus“, berichtet der 21-Jährige. An weiteren Einsätzen hinderte ihn dies aber nicht. „Mit Tape und Ibus ging es“, erklärt der Hertha-Akteur lachend. „Auch aktuell ist der Fuß noch ein wenig dick.“ Aber Pelagi wird auch gegen Ludwigshafen auf die Zähne beißen, um seinem Team zu helfen.

Für die Gelb-Schwarzen schnürt der Auszubildende zum Kaufmann für Büromanagement seit Sommer 2017 die Schuhe. Wiesbach verpflichtete den Außenbahnspieler, der auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden kann, vom damaligen Saarlandligisten DJK Bildstock, für den er in der Spielzeit 2016/17 sowohl in der A-Jugend wie auch in der ersten Mannschaft auflief. „Ich hätte damals gar nicht erwartet, von Michael Petry einen Anruf zu bekommen“, berichtet der 21-Jährige. Die Chance in der Oberliga zu spielen, wollte Pelagi aber nutzen – und so entschied er sich für einen Wechsel in den Eppelborner Gemeindeteil.



„Am Anfang war es nicht leicht“, gibt er zu. „Das Training war härter, spielerisch geht in der Oberliga alles schneller und die Zweikämpfe sind härter.“ Dennoch brachte er es in seiner Premieren-Saison auf 24 Einsätze (drei Tore). In dieser Saison lief der 21-Jährige bislang in 15 von 23 Begegnungen auf. „Der Eingewöhnungsprozess an die Oberliga ist noch nicht abgeschlossen, aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg“, erklärt der Außenbahnspieler. Pelagi hat bei der Hertha übrigens einen Vertrag, der auch noch für die kommende Saison gilt. Und den will der Sulzbacher auch erfüllen. „Mir gefällt es hier gut und es macht mir Spaß“, erklärt der Auszubildende.

In dieser Woche gab der FC Wiesbach übrigens seine beiden ersten Neuverpflichtungen für die kommende Spielzeit bekannt: Vom Ligakonkurrenten FV Diefflen wechselt der 20-jährige Mittelfeldspieler Lucas Bidot, der derzeit noch an einem Kreuzbandriss laboriert, zu den Gelb-Schwarzen. Von Saarlandligist Saar 05 Saarbrücken Jugend kommt der 19-jährige Offensivakteur Christian Sossah. Trainer Petry hierzu: „Wir sind froh, dass wir zwei talentierte Spieler, die hervorragend zu unserer Philosophie passen, verpflichten konnten. Beide haben ihre Qualitäten schon in der Saarland- und der Oberliga unter Beweis gestellt.“ Sowohl Sossah wie auch Bidot unterschrieben Zweijahresverträge. Zudem vermeldete die Hertha die Verpflichtung von Jörg Backes (derzeit Trainer bei Bezirksligist FV Eppelborn) als neuen Torwarttrainer für die Spielzeit 2019/20.