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„Innovativ, inklusiv, voller Energie“

„Innovativ, inklusiv, voller Energie“

Offen und solidarisch seien die Eppelborner, stellte Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset in ihrer Ansprache fest. Dies haben sie im vergangenen Jahr mit der Aufnahme von 222 Flüchtlingen unter Beweis gestellt.

Eppelborner, die in der Ortsmitte einen Laden betreiben oder am Bankschalter stehen, die im Kindergarten den Nachwuchs hüten oder die im Auftrag der Gemeinde in den Straßen unterwegs sind - zumindest vom Sehen kennen sie sich fast alle. Und einmal im Jahr kommen sie zusammen, beim Neujahrsempfang. Entsprechend rege wurden am Sonntagabend im Big Eppel Hände geschüttelt und Segenswünsche ausgetauscht - viel Lachen, viel Freude lag in der Luft. Der erste Handschlag jedoch ging jeweils an Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, die zusammen mit Mann Peter Closset die gut 400 Besucher gleich an der Treppe einzeln begrüßte. Auch Eppelborns Ortsvorsteher Berthold Schmidt und seine Kollegen aus den Ortsteilen waren da.

Das vergangene Jahr, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Ansprache, habe die Gesellschaft vor eine große Frage gestellt: Sind wir eine offene oder eine geschlossene Gesellschaft? "Ich habe festgestellt, dass wir in Eppelborn eine sehr offene und solidarische Gesellschaft haben." 222 Flüchtlinge habe man in 50 privaten und sechs kommunalen Wohnungen untergebracht. Für 2016 erwartet man etwa gleichviele Neuankömmlinge. Islamistischer Terrorismus und - durch die Flüchtlinge - die Kriege und Krisen in Iran, Syrien, Somalia und Libyen seien in Europa angekommen. Diese Ereignisse prägten dem Jahr 2015 ihren Stempel auf und würden auch 2016 große Aufgaben stellen. Es sei wichtig, immer den Glauben an Freiheit und Menschlichkeit zu wahren.

Nicht nur offen und solidarisch sei Eppelborn , sondern auch "innovativ, inklusiv und voller Energie". 2016 werde man die Einbindung von Menschen mit Behinderung fördern, außerdem erneuerbare Energien, die die 50-Prozent-Marke des Verbrauchs überschritten hätten, sowie die städtebauliche Entwicklung vorantreiben. Im Bereich Bildung und Betreuung stünden gleich mehrere Neubau- und Erweiterungsprojekte an. Wenn Investitionen auch durch Defizite im Haushalt begrenzt seien, Eppelborn sei eine reiche Kommune: "Bei uns leben Bürger mit hohen menschlichen und sozialen Werten." Müller-Closset dankte allen Ehrenamtlern, die sich für Flüchtlinge , in Vereinen oder anderweitig für das Gemeinwohl engagieren. In einem Grußwort betonte Dechant Matthias Marx die Notwendigkeit, alle Ideenträger ohne Voreingenommenheit zu hören und einzubinden.

Stellvertretend für die vielen Ehrenamtler der Gemeinde wurden fünf Hilfsorganisationen geehrt, die kurz ihre Arbeit vorstellten: die Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft First Responder und der Eppelborner Hilfsdienst.

Mit Rock, Funk und Soul von der Musikformation BluePrint schwang man im lockeren Teil des Abends das Tanzbein.