In Wiesbach fand eine Vogelschau statt

Vogelschau Wiesbach : Vogelfreunde hatten ihre helle Freude

In der Wiesbachhalle wurden die schönsten Exemplare und die besten Sänger prämiert.

An zwei Tagen präsentierte der Vogelzucht- und Vogelschutzverein Wiesbach und Umgebung in der Wiesbachhalle die ganze Bandbreite an Vögeln, unterteilt in Kanarien, Exoten, Cardueliden, Sittiche und Wellensittiche. Je nach Vogelart konnten laut Hans Jörg Schreyer, Vorsitzender des Vereins, auch ältere Tiere ausgestellt werden. Ausgebildete Preisrichter bewerteten die Positurkanarien nach Größe, Typ, Kondition, Haltung, Farbe und Gefieder. Die Gesangskanarien wurden nach ihrem Gesang bewertet und prämiert. Die kleinen Vögel spielten einst im Bergbau eine wichtige Rolle in der Frühwarnung vor Giftgasen. Die Piepmätze schlugen im Grubenstollen lautstark Alarm, wenn sogenannte „Matte Wetter“ aufzogen, also zu wenig Sauerstoff und zu viel Kohlen-Monoxyd in der Luft vorhanden waren.

Mit der Organisation dieser überregionalen Vogelschau fördert der Verein nicht nur den Austausch unter den Vogelzüchtern, sondern macht gleichzeitig auch Werbung für sich selbst und für das faszinierende Hobby der Vogel- und Kleintierzucht. Für die Züchter sind die Vogelschauen wichtige Veranstaltungen, bieten sie doch für die Standortbestimmung der eigenen Zucht die ideale Plattform, denn die Bedingungen sind an diesen Tagen für alle Züchter gleich. Außerdem trifft man die Kollegen zur Kontaktpflege und zum Erfahrungsaustausch.

Neben einigen Großsittichen in größeren Volièren konnten die Besucher auch eine Präparatenschau von einheimischen Tiere bestaunen. Schreyer hob im Gespräch die gute Zusammenarbeit mit dem Vogelzuchtverein Eppelborn, der die Exponate zur Verfügung gestellt hatte, hervor: „Ohne die Kooperationen geht fast nichts mehr. Veranstaltungen wie diese hier in Wiesbach können ohne die Unterstützung anderer Vereine auf Dauer nicht mehr durchgeführt werden. Außerdem brauchen wir dringend neue und jüngere Mitglieder, denn wir wollen den Vogelschutz und die Arterhaltung verstärken. Doch ohne Nachwuchs wird’s schwierig.“