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In Eppelborn finden die 31. Figurentheatertage statt

Figurentheatertage in Eppelborn : In Eppelborn tanzen wieder die Puppen

Die 31. Auflage der Figurentheatertage vom 20. bis 27. März bieten wieder ein Programm, das nicht nur Fans entzücken dürfte.

Die Freude auf die 31. Eppelborner Figurentheatertage ist schon jetzt bei allen Beteiligten riesig. Nicht nur bei Bürgermeister Andreas Feld, sondern auch bei Kulturamtsleiter Marc Schmitt, der den Staffelstab für dieses, in ganz Deutschland Beachtung findendes Festival von Aloysius Scholtes übernommen hat. Schmitt ist sich aber sicher, dass sein Vorgänger einige Vorstellungen besuchen wird. Schließlich lebt das Festival von den guten Kontakten, die über die Jahre gewachsen sind. „Wir haben Anfragen aus ganz Europa, weil wir einen sehr guten Ruf unter den Theaterleuten genießen und alle, die mal hier waren, gerne wieder kommen“, weiß Schmitt. Bürgermeister Feld ergänzt: „In diesem Jahr kommen sieben Bühnen aus ganz Deutschland zu uns, die sämtliche Facetten des Puppenspiels zeigen. Das Programm ist wie gewohnt breit gefächert. Mit Stücken für die ganz Kleinen und für die älteren Besucher.“ Und dann präsentieren Schmitt und Feld noch einige Zahlen, die das Renommee der Figurentheatertage verdeutlichen: 30 mal fand es bislang statt, jeweils für acht Tage, und wurde von insgesamt 64 614 zahlenden Gästen besucht. Und in diesem Jahr werden wieder viele hinzu kommen.

Los geht es am Freitag, 20. März, 10 Uhr. Dann wird in der Kindertagestätte Hierscheid Pieps! Lustige Tiergeschichten vom Figurentheater Christiane Weidringer aus Erfurt aufgeführt. Was kann ein kleines Entchen, was ein Küken nicht kann? Wie kommt der Hund ins Mauseloch? Und können Katze und Igel zusammen Roller fahren? Geschichten von du und ich, von Groß und Klein, vom Weinen und Lachen. Christiane Weidringer ist eine moderne Mary Poppins, die mit Schirm, Charme und Melone durch drei vergnügliche Tiergeschichten führt. Ein langes Rohr, eine Kiste und eine Tonne werden dabei zum Spielraum für die drolligen Tierfiguren. Quirlige Musik gibt den Takt an für ein verspieltes Drunter und Drüber ohne viele Worte. Ein Spiel um Gegensätze und Gemeinsamkeiten mit Tischfiguren und Schauspiel.

Am Freitag, 20.März, 20 Uhr, werden im Big Eppel mit Die Zauberflöte – Sternstunde einer Souffleuse die 31. Eppelborner Figurentheatertage vom Figurentheater Christiane Weidringer aus Erfurt offiziell eröffnet. Die scheinbar schüchterne Souffleuse tritt in dem Stück aus dem Schatten ins Rampenlicht und präsentiert ihre Zauberflöte: verspielt, dramatisch und unwiderstehlich menschlich. Ein Abend voller Emotionen, überraschender Wendungen und natürlich Mozarts grandioser Musik mit Marionetten, Tischfiguren, Handpuppen, Schauspiel und Musik.

Am Samstag, 21. März, 20 Uhr, wird im Big Eppel Dracula nach Bram Stocker von „Mensch, Puppe!“ aus Bremen gespielt. Der berühmteste Vampirroman der Weltliteratur erzählt die Reise des „Fürsten der Finsternis“ von Transsylvanien nach London mit dem Ziel, eine Weltherrschaft der Untoten zu errichten. Das Theater „Mensch, Puppe!“ macht mit einer Palette verschiedenster Mittel des Figurentheaters, des Schauspiels und mit viel Live-Musik diesen Klassiker zu einem spannenden Gruselabenteuer.

Am Sonntag, 22. März, 15 Uhr, wird im Big Eppel Ritter Rost und das mutige Burgfräulein Bö nach Jörg Hilbert und Felix Janosa von „Mensch, Puppe!“ aus Bremen aufgeführt. Tief im Fabelwesenwald, da ist was los! Reitende Ritter, feuerspeiende Drachen und leicht dümmliche Damenhüte. Wenn Ritter Rost zu seinen Abenteuern aufbricht, müssen er und das Burgfräulein Bö die gefährlichsten Situationen meistern. Und manchmal zeigt es sich, dass die, von denen wir es am wenigsten erwarten, die Mutigsten sind, wenn es darauf ankommt.

Am Montag, 23. März, 10 Uhr, wird im Pfarrsaal Humes Finn, der Feuerwehrelch, nach Sharon Rentta von Wodo Puppenspiel aus Mülheim an der Ruhr gespielt. Klar, ein Feuerwehrauto möchte der Elch Finn auch fahren. Auf geht’s zur Feuerwehr. Doch so schnell kommt Finn nicht in den Löschzug. Der Feuerwehrschlauch muss gebändigt werden… die Grundausbildung nimmt ihren Lauf. Und plötzlich gibt es Alarm! „Mensch in Not, wer hilft denn jetzt? Die 112 sogleich hin hetzt.“ Und tatsächlich: Finn wird gebraucht. Auch am Lenkrad?

Am Dienstag, 24. März, 9 Uhr und 10.30 Uhr, wird im Big Eppel Lotta zieht um nach Astrid Lindgren von Wodo Puppenspiel aus Mülheim an der Ruhr gespielt. Jeder liebt Astrid Lindgrens Familiengeschichten mit Lotta aus der Krachmacherstraße, die ihren eigenen Kopf hat. Statt einem Pulli will Lotta lieber das Samtkleid tragen. Aber Mama ist so gemein und besteht darauf. „Da laufe ich lieber nackt herum!“, wütet Lotta und schneidet den Pullover kaputt. Ach, du Schreck! Und wenn Mama ohne Lotta einkaufen geht, zieht diese einfach um. Zu Tante Berg nach nebenan. Soll Familie Nyman doch sehen, wie es ihnen ohne Lotta geht. Bestimmt sind sie sehr traurig.

Am Dienstag, 24. März, 10 Uhr, wird in der Borrwieshalle Dirmingen Die Geschichte vom kleinen Muck nach Wilhelm Hauff vom Dresdner Figurentheater aufgeführt. Die Geschichte des kleinen Muck entführt die Zuschauer in den zauberhaften Orient und wird darum auch von einem Zauberer aus dem Morgenland vorgespielt, dem magische Kräfte nachgesagt werden. Er lässt Köpfe aus dem Nichts erscheinen, Häuser lösen sich in Luft auf und Figuren verwandeln sich vor unseren Augen. Seine Botschaft: Es ist nicht wichtig, wie man aussieht, solange man nur auf seine eigenen Fähigkeiten vertraut.

Am gleichen Tag, ebenfalls in der Borrwieshalle, wird um 15 Uhr Pettersson und Findus: Ein Feuerwerk für den Fuchs nach Sven Nordqvist vom Dresdner Figurentheater gespielt. Ein gefährlicher Fuchs treibt sein Unwesen um Pettersons Hof. Gustavsson will ihn erschießen, doch Kater Findus ist dagegen: „Füchse erschießt man nicht, die muss man reinlegen.“ Und während der Hahn Harald den Hühnerstall in eine Festung verwandelt und die Hühner Wilma und Erna die Kunst des Fuchsfangs erlernen, entwickeln Pettersson und Findus ein Knallhuhn, an dem sich der Fuchs die Zähne ausbeißen soll. Und damit er sich richtig erschreckt, wird noch ein riesengroßes Feuerwerk vorbereitet Als würde das nicht schon reichen, alle Füchse der Welt zu vertreiben, plant Findus seinen Auftritt als angsteinflößendes Gespenst. Als die Nacht hereinbricht, ist alles bereit. Mensch, Kater, Hühner warten auf den Fuchs. Ob alles klappt?

Am Mittwoch, 25. März, 9 und 10.30 Uhr, wird in der Wiesbachhalle Wiesbach Elisa-Bib. Oder: Keine Stacheln im Koffer, eine mehrfach preisgekrönte Produktion des Buchfink-Theaters aus Göttingen aufgeführt. Elisa-Bib ist ein seltsames Igelchen, dem nie Stacheln gewachsen sind. Das ist nicht nur ungewöhnlich, sondern auch lebensgefährlich. Dennoch hat sie sich an gefährlichen Hunden und Autos vorbei auf den Weg gemacht, um ihre berührende Geschichte zu erzählen. Die Zuschauer erfahren, wie Igelsprache geht und warum Stacheln auch nicht immer helfen. Außerdem gibt es noch einen Keller, der ins Bodenlose zu führen scheint und nach jeder Menge schöner, lustiger und trauriger Momente ein richtiges Happy-End.

Am Mittwoch, 25. März, 10 Uhr, und am Donnerstag, 26. März, 10 Uhr, wird im Big Eppel Die Burg, ein spannenden Mittelalterstück, das unterhaltsam historisches Wissen vermittelt, aufgeführt vom Theater PassParTu aus Eppingen. Im Jahr 1235 ist der reiche Lehnsherr Gerowin verzweifelt: Sein Dorf wird immer wieder bei Überfällen zerstört. Um seine Untertanen und seine Familie zu schützen, gibt er den Bau einer Burg in Auftrag. Aber viele Schicksalsschläge verzögern den Fortschritt. Und als Baumeister Nagelstahl nach einem Unfall im Koma liegt, ist die Fertigstellung gefährdet. Denn nur der Baumeister hat die Baupläne - und zwar im Kopf. Und als wäre es nicht schlimm genug, erreicht Gerowin die Nachricht, dass der Feind erneut im Anmarsch ist.

Am Donnerstag, 26. März, 15 Uhr, wird im Big Eppel Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat aufgeführt, nach Werner Holzwarth und Wolf Erlbruch gespielt vom Krokodil Theater aus Tecklenburg. Als der kleine Maulwurf eines Tages seinen Kopf aus der Erde streckte, um zu sehen, ob die Sonne schon aufgegangen war, passierte es. Platsch! und etwas Rundes, Braunes landete direkt auf seinem Kopf. „So eine Gemeinheit!“, rief der kleine Maulwurf – aber kurzsichtig, wie er war, konnte er niemanden mehr entdecken. Und so beginnt eine turbulente Suche nach dem Schuldigen.

Am Freitag, 27. März, 20 Uhr, findet im Big Eppel die Abschlussveranstaltung statt. Gespielt wird das Stück Struwwelpeter – unzensiert!, frei nach Dr. H. Hoffmann, vom Krokodil Theater aus Tecklenburg. Jeder kennt die schaurig-moralischen Geschichten aus dem Klassiker von Dr. Hoffmann. Doch das Krokodil Theater und die Bad Black Boys mit Babette Winter, Hendrikje Winter und Roman Metzner setzen die flammenden Mädchen, verwirrten Jäger und abgeschnittenen Daumen ganz neu und flott in Szene. Sie erzählen frech und frivol die unzensierte Wahrheit von den erschlagenen Stühlen, blutenden Nasen und rammelnden Hasen, die uns die Kinderbuchvorlage vorenthält…

Eintrittskarten zu den einzelnen Veranstaltungen gibt es im Rathaus Eppelborn, Bürgerinformation, unter Telefon (0 68 81) 96 91 00 sowie im Big Eppel unter Telefon (0 68 81) 8 96 06 81.

Ein berechtigtes Anliegen: Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf dem Kopf gemacht hat. Foto: Detlef Heese
Gruselig, spannend, aber auch lustig geht es zu, wenn Dracula (nach Bram Stoker) über die Bühne des Big Eppel spukt. Foto: Giulia Knorr
Das Göttinger Buchfink Theater spielt das Stück „Elisa-Bib. Oder: Keine Stacheln im Koffer“. Foto: Paul D. Pape

www.bigeppel.de