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Sportplatz
Im Illtalstadion ist an Fußball nicht mehr zu denken

Eppelborn. Nach dem Abstieg aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und vier Wochen Sommerpause beginnt der FV Eppelborn in einer Woche mit der Vorbereitung auf die neue Saison in der Fußball-Saarlandliga. Wo der Saisonauftakt stattfindet, ist nicht klar. Von Heinz Bier

Denn der FV Eppelborn hat keinen Sportplatz, nachdem das Illtalstadion durch die Flutwelle, die sich über den Ort ergossen hat, total zerstört wurde. Günther Schmitt erzählt von „tonnenweise Schlamm, der auf dem Platz liegt“ und den Kunstrasenbelag vernichtet hat.


„Aber wir müssen jetzt sehen, dass es weitergeht“, kündigt der Vorsitzende an. Ein Fachmann der Sportplatzbaufirma hat den Platz begutachtet. Eine Instandsetzung würde demnach Kosten von rund 140 000 Euro verursachen. Aber das ist nach Ansicht des Sachverständigen nicht ratsam, weil Folgeschäden nicht auszuschließen sind. Auch für den FVE-Vorsitzenden ist eine Reparatur keine Option. „Der Platz ist elf Jahre alt“, erklärt Schmitt, „und deshalb macht das keinen Sinn.“ Stattdessen soll die komplette Kunstrasendecke samt Unterbau erneuert werden. Kosten: Rund 250 000 Euro. Sicher ein dicker Brocken für den Verein, zumal gerade erst das Vereinsheim um einen großzügigen Anbau erweitert wurde und auch diese Finanzierung noch zu stemmen ist.

Der Saarländische Fußballverband (SFV) hat seine Unterstützung in Aussicht gestellt und will zudem beim Deutschen Fußball Bund um Hilfe für den FVE bitten. „Vielleicht können uns auch die Gemeinde und der Landessportverband noch unter die Arme greifen“, hofft Schmitt: „Wir bauen ja jetzt nicht aus Spaß einen neuen Platz. Wir sind in einer Notsituation und das kann zu einer Existenzgefährdung für den Verein werden.“ Er weiß natürlich, dass das derzeit auch auf viele Familien in Eppelborn zutrifft. Aber unabhängig von allen finanziellen Planspielen braucht der FV Eppelborn einen Sportplatz, um zu trainieren und zu spielen. Hierzu hat der Verein Kontakt mit einigen befreundeten Nachbarvereinen aufgenommen, „aber die sind halt auch alle in der Vorbereitung“. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung der Kunstrasenplätze an der Hermann-Neuberger-Sportschule in Saarbrücken, „und dazu stehen wir jetzt in Verhandlungen“, erklärt Schmitt und er nennt auch einen zeitlichen Rahmen für eine Übergangslösung. „Wenn wir finanziell wissen, wo die Reise hingeht, könnte der Platz in etwa acht Wochen wieder fertig sein.“ Schmitt stellt klar, dass der FV Eppelborn keine Versicherungsleistungen zu erwarten hat.



Mittlerweile hat der Eppelborner Gemeinderat beschlossen, für die Platzsanierung 75 000 Euro im Gemeindehaushalt 2018/2019 bereitzustellen. Dafür wird   die Sanierung des Feld- und Radweges zwischen der Eiweilerstraße in Wiebach und dem Großwald in Eiweiler aus dem Etat gestrichen.