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Illtal verliert den Handball-Krimi

Illtal verliert den Handball-Krimi

Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Nichts lief bei den HF Illtal zusammen. Doch in der zweiten Halbzeit drehte die Mannschaft von Trainer Ecker gegen Budenheim auf – zu einem Sieg sollte es aber nicht mehr reichen.

Die Oberliga-Handballer der HF Illtal haben ihr Heimspiel gegen den Aufstiegsaspiranten SF Budenheim am Sonntag denkbar knapp mit 26:27 (8:15) verloren. Nach katastrophalem Beginn startete Illtal eine fulminante Aufholjagd. Doch nach einer hochdramatischen zweiten Hälfte entführten die Gäste schließlich beide Punkte aus der Hellberghalle.

Als die Zebras zur Pause mit 8:15 zurücklagen und wie geprügelte Hunde in ihre Kabine schlichen, deutete allerdings noch nichts auf den folgenden Handball-Krimi hin. Zu überlegen hatten die Gäste den ersten Durchgang gestaltet. Zu einfallslos und behäbig agierten die Zebras im Angriff. Und der Defensiv-Verbund fand einfach kein Mittel gegen Budenheims Rückraumschützen Lukas Nagel (elf Tore). Doch eine halbe Stunde später stand die Hellberghalle plötzlich Kopf und die Illtaler Fans unter den 400 Zuschauern waren aus dem Häuschen. Wie verwandelt waren die HFI aus der Kabine gekommen und hatten den Sieben-Tore-Rückstand binnen 15 Minuten ausgeglichen. Als Christoph Holz den Ball nach 46 Minuten zum 20:20 ins Tor hämmerte, schien die Sensation nahe. Doch die Gäste, die zu Beginn der zweiten Halbzeit von den Zebras überrollt worden waren, kämpften sich nun zurück ins Spiel.

Nach einer Zeitstrafe gegen Illtal zog Budenheim wieder auf zwei Tore davon (22:24). Die HFI gaben nicht auf und waren mehrmals am erneuten Ausgleich dran, ließen aber mehrere große Chancen ungenutzt. 30 Sekunden vor Abpfiff brachte Niklas Kiefer Illtal noch einmal in Schlagdistanz (26:27), doch die routinierten Gäste ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen.

"Vielleicht habe ich in der ersten Halbzeit die falsche Aufstellung für unsere Spielweise gewählt. Nach der Pause waren wir taktisch und kämpferisch stärker", sagte HFI-Trainer Steffen Ecker. Er versprach im Hinblick auf die Auswärtspartie am kommenden Sonntag (Anwurf ist um 18 Uhr) bei der TSG Friesenheim II: "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir uns durch solche bitteren Niederlagen nicht umwerfen lassen."

HFI-Tore: Christoph Holz (7), Michael Mathieu (4/3), Philipp Daume, Philipp Michel (je 3), Sebastian Hoffmann, Niklas Kiefer, Daniel Altmeyer, Marvin Mebus (je 2), Oliver Zeitz (1)