Handball: Illtal: Mit eigenen Spielern aufsteigen

Handball : Illtal: Mit eigenen Spielern aufsteigen

Die Handballfreunde sind seit Jahren eine Spitzenmannschaft in der Oberliga. Zu mehr reicht es derzeit nicht. Die Kaderplanung ist unterdessen abgeschlossen.

Zwölf Jahre ist es her, dass die Handballfreunde Illtal drittklassig spielten. Der Aufstieg in die damals noch Regionalliga Südwest genannte Spielklasse ist der größte Erfolg in der recht jungen Geschichte der Spielgemeinschaft. Er folgten der direkte Wiederabstieg und einige Jahre in Mittelfeld der Oberliga RPS, ehe sich der Klub zum Ende der Saison 2013/2014 zum Saisonende wieder in der Spitzengruppe zeigte. Unter Trainer Steffen Ecker hat sich die Mannschaft als Top-Klub und gefürchteter Konkurrent in der Oberliga etabliert. Nur der Aufstieg sollte trotz zwei dritter und zwei zweiter Plätze nicht gelingen.

Gibt es in dieser Saison keine großen Überraschungen mehr – Illtal hat vor dem Heimspiel gegen die SG Saulheim (Sonntag, 18 Uhr) fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer VTZ Saarpfalz – dann wiederholt sich das Spiel: Illtal wird eine hervorragende Platzierung einfahren, mit dem Aufstieg aber erneut nichts zu tun haben. „Es ist schon beeindruckend, dass die VT Zweibrücken mit ihrem relativ dünnen Kader eine unheimlich konstante Runde spielt. Da sieht man keinen Ausrutscher, bei uns gibt es zwei. Wobei ich da nicht das Spiel gegen den SV Zweibrücken werte“, gesteht HFI-Präsident Markus Dörr. Durch zwei Niederlagen gegen die HSG Kastellaun/Simmern und die HSG Rhein-Nahe Bingen sind die Chancen seines Vereins auf die Meisterschaft massiv geschwunden. Offiziell als Saisonziel ausgeschrieben war der Aufstieg zwar nicht, der Verein plante aber zweigleisig für Ober- und 3. Liga. „Wirtschaftlich sind wir dazu in der Lage. Wir sind zwar nicht auf Rosen gebettet, aber haben das Glück, dass wir eine große Anzahl an Unterstützern haben“, meint Dörr, der erklärt: „Ich glaube, dass wir die Gründe fast kennen, warum es immer so knapp ist. Das liegt durchaus in unserer Politik. Wir wollen es, wenn wir das können, mit unseren eigenen Spielern schaffen. Das hört sich abgedroschen an, das ist aber wirklich unser Credo.“

Der Nicht-Aufstieg sei Fluch und Segen zugleich. Dörr: „Wir werden vom Nichterreichen des Aufstiegs ein wenig eingeholt. Es ist auf der einen Seite unbefriedigend, dass wir es vielleicht wieder nicht schaffen. Aber beruhigend, dass es vielleicht nur an dem Quäntchen hängt. Da sind wir aber nicht bereit zu sagen, wir gehen auf den Markt und suchen jemanden, der für viel Geld diese Lücke schließt.“

So müssen die Zebras vielleicht noch ein paar Monate warten, um in der Saison 2018/2019 einen neuen Anlauf zu starten. Die Kaderplanung für das neue Spieljahr ist jedenfalls beendet, die Mannschaft bleibt bis auf eine Position unverändert. Einzig Norbert Petö wird den Verein nach einem Jahr wieder verlassen. Der vielseitig einsetzbare Rückraumspieler konnte sein großes Potenzial bei den Zebras nur selten abrufen. Weiter Anfahrtsweg und hoher Konkurrenzdruck trugen ihren Teil zu der Vertragsauflösung bei. Der Präsident erklärt: „Wir haben in aller Offenheit darüber gesprochen. Da werden sich die Wege ganz seriös trennen.“

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