IGBCE ehrt Mitglieder in Wiesbach : Wenn einer 80 Jahre treu bleibt

Das muss ihm erst einmal einer nachmachen. Karl Port aus Wiesbach wurde jetzt in der Wiesbachhalle für seine 80-jährige Mitgliedschaft in der heutigen IGBCE und ihren Vorläufergewerkschaften geehrt.

80 Jahre, ein ganzes Leben, und der inzwischen 94 Jahre frühere Eisenbahner und Bergmann erfreut sich bester Gesundheit, so dass er bei der sehr seltenen Ehrung selber anwesend sein konnte. Armin Ziegler, Ortsgruppenleiter der IGBCE-Ortsgruppe Illtal, und Gewerkschaftssekretär Heiko Metzger ehrten insgesamt 67 Jubilare für 40, 50, 60 und 70 Jahre Mitgliedschaft in der Gewerkschaft.

Metzger drückte sein Bedauern aus, dass nach mehr als 250 Jahren Steinkohlebergbau an der Saar nun die politische Entscheidung gefallen sei, die Förderung zu beenden. Aber dank der Gewerkschaft IGBCE würde kein früherer Beschäftigter „ins Bergfreie“ fallen müssen. „Wir haben dafür gesorgt, dass die Kollegen versorgt werden“. Der Bergbau habe Land und Leute in den Revieren geprägt, wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell. Die Entscheidung, den Bergbau zu beenden, relativierte Metzger mit dem Import von jährlich 60 Millionen Tonnen aus aller Welt. Besonders wichtig war es Metzger, den Gewerkschaftskollegen die Teilnahme an den anstehenden Wahlen zu empfehlen. Ortsvorsteher Stefan Löw, selbst Mitglied der IGBCE, nannte Wiesbach einen Zukunftsort mit Bergbautradition. Er lobte die IGBCE, die Stellung für die Beschäftigten beziehen.

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