Neujahrsempfang in Eppelborn: „Ich bin immer Ansprechpartner für Sie“

Neujahrsempfang in Eppelborn : „Ich bin immer Ansprechpartner für Sie“

Bürgermeister Andreas Feld lädt die Eppelborner anlässlich des Neujahrsempfangs im Big Eppel zur Mitarbeit ein.

Irgendwann wird es Neele dann doch zu viel und sie nimmt eine kleine Auszeit. Mama Daniela und Papa Andreas schaffen das schon allein mit dem Händeschütteln und „frohes neues Jahr“-Wünschen, obwohl die Warteschlange der Gäste kein Ende zu nehmen scheint. Gefühlt halb Eppelborn will am Samstagabend den ersten Neujahrsempfang des neuen Bürgermeisters Andreas Feld (CDU), der auch als offizieller Amtsantritt gefeiert wird, nicht verpassen. Empfangen werden die Gäste am Eingang des Big Eppel von zwei sehr jungen Glücksbringern, dem 19 Jahre alten Schornsteinfegerlehrling Tim Müller und dem Gesellen Fabian Hubertus, 20 Jahre. Ihre gestandenen Kollegen halten ein paar Stufen weiter oben für jeden Gast eine kleine Schornsteinfegerfigur parat: „Eine nette Geste“, heißt es von vielen.

Die gut 600 Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen etliche ehrenamtlich Tätige bei Feuerwehr, DRK oder den Vereinen, hören eine engagierte, ganz auf die Heimatgemeinde Eppelborn ausgerichtete Rede. Feld dankt seiner Vorgängerin, der am 26. Mai 2019 abgewählten Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (SPD), die sich zunächst über den Applaus der Gäste freuen darf. Dann aber hören muss, was in der Vergangenheit alles nicht so gut gelaufen sei in Eppelborn und was er, der neue Bürgermeister, in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit bereits angestoßen und/oder verbessert habe. Etwa die Weichen gestellt für den Bau eines Einkaufsmarktes in Dirmingen. Oder die Förderung des „Bürgerbus“-Projektes durch das Land (35 000 Euro), damit Bürger ohne Auto mobil bleiben können. Die familienfreundliche Änderung der Schließzeiten im Hellbergbad oder die Anpassung der Ferienregelung für die Kindergärten. Die Infrastruktur der Gemeinde dürfe nicht verkommen, hierzu sagt Feld: „Ich lasse es nicht zu, dass es in unsere Hallen reinregnet.“

Ein großes Anliegen sei ihm die Betreuung der Kinder in der Gemeinde, hier kündigt Feld 25 zusätzliche Kindergarten-Plätze für Bubach-Calmesweiler an. Die „Reißleine“ habe er beim Zentrumsmanagement gezogen, „das hat nichts gebracht und hohe Kosten verursacht“. Und was in Berlin der Flughafen sei, sei in Eppelborn die Neugestaltung des Zentrums. Er werde im Haushalt 100 000 Euro für den Abriss der maroden Gebäude bereitstellen.

Der neue Verwaltungschef ruft an diesem Abend auch die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ihm ihre Vorschläge für eine Verbesserung des Lebens in Eppelborn vorzutragen. „Ich bin immer Ansprechpartner für Sie.“

Eine Rede, die der Ehrengast des Abends, Ministerpräsident Tobias Hans, als „Liebeserklärung an die Gemeinde Eppelborn“ erkennt. „Wer jetzt noch glaubt, es könnte etwa Schöneres geben als Eppelborn, dem ist eh nicht mehr zu helfen“, sagt Hans, der auch den Blick auf die großen Herausforderungen im Spannungsfeld von Klimaschutz und Erneuerung der Industrie richtet. Zum Schluss spricht der Regierungschef des Landes aus, was viele Zuhörer an diesem Abend denken mögen. Es sei gut, dass die Amtszeit der Bürgermeister wieder zehn Jahre währt, denn: „Ich glaube, du wirst zehn Jahre brauchen, um alles umzusetzen, was du angekündigt hast.“