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Historische Zeugnisse der Mobilität bestaunenHistorische Zeugnisse der Mobilität in Eppelborn bestaunen

Historische Zeugnisse der Mobilität bestaunenHistorische Zeugnisse der Mobilität in Eppelborn bestaunen

Eppelborn

Eppelborn. "Immer schneller, immer weiter, immer bequemer! Dieser Trend eines allgemeinen Mobilitätsbedürfnisses ging auch nicht an Eppelborn vorbei", sagte Reinhold Bost bei der Ausstellungseröffnung "Historische Zeugnisse der Mobilität in Eppelborn" in der Sparkasse und gewährte einen umfassenden Einblick in die Mobilitätsgeschichte der Gemeinde, die alle Phasen der Bewegung seit der Mitte des 18. Jahrhunderts miterlebte. Dem Pferd und der Pferdekutsche folgten Fahrrad, Motorrad und Pkw. "Während Pferd und Kutsche auch heute noch als Verkehrsmittel gelegentlich genutzt werden, sind die modernen Verkehrsmittel wie Fahrrad, Motorrad und vor allem der Pkw längst Allgemeingut geworden", sagte Reinhold Bost und erläuterte die Mobilität von der Steinzeit bis heute. Gleichzeitig informierte er über die ausgestellten Fotos,mit entsprechenden Schriftzügen und die Mobilität der Eppelborner vom Kinderdreirad, Seifenkiste, Einrad, Cremeschnittchen, Lkw, Einsatzfahrzeugen bis hin zur Eisenbahn beeindruckend erläuterten. Besonders interessant ist die Fotoausstellung, weil Bürger des Ortsteiles bei der Geschichte der Mobilität als Zeitzeugen abgelichtet sind. Filialleiter Rainer Groß lobte die Ausstellungsvorbereitung und das Ergebnis. "Wir führen zum 15. Male in Folge gemeinsam mit dem Förderkeis und dem Ortsrat jeweils freitags vor Pfingsten traditionell in unseren Räumen eine Ausstellung durch", resümierte Groß. Mit Stolz kündigte er an, dass in diesem Jahr ein Original präsentiert wird. "Es handelt sich um das einmalige erste und erfolgreichste Rennauto, welches in Eppelborn gebaut wurde und sich immer noch im Familienbesitz befindet." Willi und Margret Lauer stellten das Rennauto von Jakob Lauer (1912-2004) zur Verfügung. Bis das Rennauto in der Sparkasse war, mussten sich so einige Herrschaften Gedanken machen. Das jedenfalls erzählte lebhaft Ortsvorsteher Berthold Schmitt. "Ganze Ingenieurstäbe stellten Berechnungen an, haben ein Modell gebaut mit Schiebetüren, um auszuprobieren, wie dem Jakob sei Zigarr in die Sparkassenfiliale komme kann." Letztendlich konnte man nicht auf Muskelkraft bauen sondern eher auf Präzession. Die bedeutende "Zigarr" wurde diagonal in den Ausstellungsraum bugsiert und dort auch gleich auf Touren gebracht, was eine größere Lüftungsaktion zur Folge hatte. Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz lobte die Initiative der Ausstellungsorganisatoren, die immer wieder ein neues Thema finden und interessant umsetzen. Selbst Kirmes hätte etwas mit Mobilität zu tun. Und wem der Kirmesrummel und die Mobilität dort zu anstrengend wäre, könne sich in die Sparkasse zurückziehen und die Mobilitätsgeschichte auf sich wirken lassen. Die Fotos, Kommentare und das Rennauto, dass aus Schrottteilen zusammengebaut wurde, können noch bis Freitag, 19. Junibesichtigt werden.