Backkurs im Zeichen von Halloween : Hirn statt Haselnusstorte

Ein Szenario wie im Horrorfilm: Zehn Leute sitzen in einem dunklen Keller um einen Tisch und bearbeiten Gehirne mit Messer und Löffel. Nur dass dies kein Horrorfilm ist, sondern mitten in Eppelborn stattfindet und die Runde jede Menge Spaß hat.

Blutspuren weisen den Weg hinab zum Portal, das von einem schaurigen Gesellen mit finsterem Blick geöffnet wird. Drinnen, im düsteren Kellergewölbe, liegen Reste eines menschlichen Skeletts in einer Ecke des Raums, in einer anderen knabbert eine Maus an fies aussehenden Essensresten, und in der Mitte sitzen zehn Leute um einen Tisch, die im Kerzenschein mit Messer und Löffel Gehirne bearbeiten. Und das in beängstigender Stille. "Hier sind alle hoch konzentriert. Hirne sezieren ist eben Präzisionsarbeit", sagt Andrea Juchem, was zu kollektiver Erheiterung führt.

Andrea Juchem, mit Beil im Kopf und Blut in den Ohren, ist verantwortlich dafür, dass hier, im Keller vom Bachmichels Haus in Eppelborn , ihrem Wohnhaus, heute ausnahmsweise alles schaurig-schön dekoriert ist. Denn hier, wo sonst Fortbildungen oder Jubilarfeiern der Juchem GmbH stattfinden, ist das perfekte Ambiente für einen Backkurs, der ganz im Zeichen von Halloween steht.

Backkurs ganz im Zeichen von Halloween

"Die Backschwestern, meine Schwester Susanne und ich, bieten seit etwa einem Jahr Backkurse an, die sich immer einem bestimmten Thema widmen. Heute stehen Gehirne, abgehackte Finger und Mumienkopf-Muffins auf dem Programm. Wie es sich für Halloween gehört", sagt Andrea Juchem und lacht. Riesigen Spaß habe ihr die Vorbereitung gemacht, erzählt sie und präsentiert Stacheldraht aus Gummi. "Klasse", freut sie sich, wie auch die Kursteilnehmer, die akribisch damit beschäftigt sind, ihre Kuchen mit Hirnwindungen zu dekorieren. Der Kuchen sei normaler Marmorkuchen, erklärt Konditormeisterin Petra Trenz, die den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite steht. "Heute allerdings mit roter Farbe versehen, für den Blut-Effekt beim Anschneiden", fügt sie hinzu.

Der Kuchen wurde zunächst in die richtige Form geschnitten, in der Mitte mit einer Kerbe versehen, damit es nach zwei Hirnhälften aussieht und mit Buttercreme bestrichen. Dann kam Rollfondant ins Spiel, um dem Hirnkuchen die perfekte Optik zu verpassen. "Gleichmäßige Stränge rollen und dann auf die Buttercreme aufbringen", erklärt Petra Trenz und greift schon mal zur roten Marmelade, die dem süßen Gehirn später noch die gewisse rote Note verleihen wird. "Ich möchte etwas über den Umgang mit Fondant lernen und ganz nebenbei noch eine schöne Überraschung für eine Halloween-Party backen", sagt Sandra Tilk, Teilnehmerin aus Hüttersdorf. Lisa Hippchen aus Eppelborn ist schon zum zweiten Mal bei den Backschwestern, "weil es super gemacht und toll angeleitet wird". Sie freut sich schon auf das Gesicht ihres Mannes, denn "bei uns gibt es an Halloween Hirn zum Frühstück", sagt sie. Und sollte ihm das nicht schmecken, dann vielleicht die abgehackten Finger aus Mürbeteig oder die Mumienkopf-Muffins.

Der Abend bei den Backschwestern ist nämlich noch lange nicht zu Ende. Und nachdem die Hirne modelliert sind, schenkt der finstere Türöffner, alias Reiner Rech, erst mal ein Glas Crémant aus. "Prost, auf Halloween ."

backschwestern.de

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In der Backstube des Grauens wird konzentriert gearbeitet. Foto: Andreas Engel Foto: Andreas Engel

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