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Hertha Wiesbach: Valentin Solovej kam, sah und traf zum Siegtor

Hertha Wiesbach: Valentin Solovej kam, sah und traf zum Siegtor

Der FC Hertha Wiesbach hat sein Heimspiel gegen Arminia Ludwigshafen mit 2:1 gewonnen. Mit einem spektakulären Schuss genau in den Winkel gelang Valentin Solovej zehn Sekunden nach seiner Einwechslung das Siegtor.

Die 66. Minute im Spiel der Fußball-Oberliga zwischen dem FC Hertha Wiesbach und Arminia Ludwigshafen: Es steht 1:1, als Hertha-Trainer Heiko Wilhelm sich entschließt, mit Valentin Solovej einen zusätzlichen Stürmer aufs Feld zu schicken. Der ist gerade zehn Sekunden auf dem Feld, als ihm am rechten Strafraum-Eck der Ball vor die Füße fällt. Solovej fackelt nicht lange, zieht ab. Das Leder fliegt Richtung langes Eck - und schlägt genau neben dem Innenpfosten zum 2:1 für Wiesbach ein. "Ich habe nicht viel überlegt und einfach mal drauf gehalten. Dass er so reingeht, da war natürlich auch ein bisschen Glück dabei", meinte der Angreifer nach dem Spiel strahlend. "Wir wollten unbedingt gewinnen und das hat zum Glück geklappt."

Nach torloser erster Hälfte war Wiesbach in der 55. Minute in Führung gegangen. Angelo dal Col zog in der Mitte nach einem Doppelpass mit Engin Yalcin ab. Jan Stutz warf sich in den Schuss, der wohl das Ziel verfehlt hätte, und drückte den Ball zum 1:0 über die Linie. Doch nur drei Minuten später gelang Tim Amberger, der einen 22-Meter-Freistoß in den Winkel zirkelte, das 1:1. "Wir haben uns davon aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und weiter nach vorne gespielt", freute sich Hertha-Trainer Heiko Wilhelm. Der Lohn war das 2:1 durch Solovej.

Nach diesem Treffer hatte Wiesbach Chancen im Minutentakt, um mit dem 3:1 alles klar zu machen. Doch zwei Mal parierte Gäste-Torwart Peter Klug stark gegen dal Col, zwei Mal verzog Solovej knapp. Die Folge: Fast wäre Wiesbach der schon sicher geglaubte Dreier doch noch entrissen worden. Denn in der Nachspielzeit tauchte Arminen-Angreifer Marcel Bormeth plötzlich völlig frei vor Hertha-Torwart Philippe Persch auf, dieser konnte jedoch den Schuss mit dem Fuß parieren.

Am kommenden Mittwoch um 19 Uhr wartet auf Wiesbach nun das Saarlandpokal-Halbfinale gegen Regionalligist SV Elversberg . Kann die Hertha da nach dem 2:1-Erfolg nach Verlängerung gegen den 1. FC Saarbrücken im Viertelfinale wieder für eine Sensation sorgen? "Dafür brauchen wieder einen guten Tag. Wenn wir den erwischen, ist es vielleicht möglich", sagt Hertha-Trainer Wilhelm.