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Fußball
Hertha humpelt in die englische Woche

Ob Wiesbachs Patrick Ackermann (Mitte) heute gegen Pirmasens spielen kann, steht nicht fest.
Ob Wiesbachs Patrick Ackermann (Mitte) heute gegen Pirmasens spielen kann, steht nicht fest. FOTO: Kerosino / Achim Thiel
WIESBACH. Fußball-Oberligist muss heute in Pirmasens ran. Am kommenden Dienstag ist der FV Engers zu Gast in Wiesbach. Von Mirko Reuther

Für den FC Hertha Wiesbach steht in der Fußball-Oberliga wieder einmal eine englische Woche vor der Tür. Heute Abend tritt der Tabellenvierte Wiesbach um 19.30 Uhr beim Zweiten FK Pirmasens an. Am Dienstag empfängt der FC Hertha um 16 Uhr den Fünften FV Engers im Stadion am Wallenborn. Für Wiesbach ist es bereits die fünfte englische Woche der laufenden Saison. Zu viele für den Geschmack von Trainer Michael Petry: „Gerade jetzt, wo das Verletzungsrisiko steigt, weil es kälter wird und die Plätze tiefer werden, ist das ein echtes Problem. Die Belastung ist hoch.“ Er ergänzt: „Wir haben alleine in der Liga bis zum Winter 22 Spiele. Das ist ein Haufen Zeug und einem Amateurverein kaum zuzumuten.“


Der Ärger des 41-Jährigen kommt nicht von ungefähr. Weil Björn Recktenwald, Patrick Ackermann, Hendrick Schmidt, Mike Baier, Nico Veeck und Fabio Pelagio verletzt fehlen, musste das Mammutprogramm zuletzt von nur zwölf gesunden Feldspielern bewältigt werden. Zumindest Ackermann, Pelagio und Recktenwald könnten heute Abend aber wieder im Kader stehen. Petry sagt: „Egal, welchen Trainer ich frage, keiner versteht, warum wir vor der Winterpause nicht länger als bis zum 9. Dezember spielen. Dann wären es zwar nicht weniger Spiele, aber weniger englische Wochen. Im neuen Jahr könnte auch länger gespielt werden. Zumindest wenn der Zweite der Oberliga am Saisonende nicht noch das Relegationsspiel um den Aufstieg bestreiten würde. Ich verstehe sowieso nicht, warum es mehr als einen Aufsteiger in die Regionalliga geben soll, solange sich dort immer mehr Mannschaften anhäufen.“ Der Trainer ergänzt: „Das sind vielleicht Kleinigkeiten. Aber man könnte darüber nachdenken. Auch darüber, ob die Oberligisten nicht eine Runde später zusammen mit den Regionalligisten in den Saarlandpokal einsteigen sollten.“

Gegen den FK Pirmasens erwartet den FC Hertha heute Abend im Stadion Husterhöhe eine schwere Aufgabe. Der FKP liegt in der Tabelle mit acht Punkten Vorsprung vor dem Dritten Kaiserslautern auf Platz zwei und hat zu Hause alle seine sieben Partien souverän gewonnen. Der SV Saar 05 Saarbrücken unterlag dort mit 0:4, der FSV Jägersburg kassierte eine 1:5-Klatsche. „Über Pirmasens wird nicht so viel geredet wie über Homburg, weil der FCH alle seine Saisonspiele gewonnen hat. Für uns wird es in Pirmasens aber mindestens genauso schwer wie gegen Homburg. Sie haben eine richtig gute Mischung aus gestandenen Regionalliga-Spielern und jungen Talenten“, warnt Petry.



Auch die Partie am Dienstag gegen den Tabellennachbarn Engers ist für ihn alles andere als ein Selbstläufer. „Engers hatte nicht das schwerste Auftaktprogramm. Sie haben zu Saisonbeginn gut gepunktet und surfen seitdem auf einer Euphoriewelle“, sagt Petry. Seine Gedanken kreisen auch schon um die Winterpause: „Wir werden diesmal weniger Hallenturniere spielen. Damit die Jungs zwei oder drei Wochen komplett regenerieren können.“