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Weihnachtsmarkt
„Heißer Opa“ für kalte Stunden

Die Kinder der Montessori-Schule verkauften, mit grünen Zipfelmützen ausgestattet, auf dem Weihnachtsmarkt unter anderem Weihnachtsschmuck, den sie als „Rentierexkremente“ bezeichneten.
Die Kinder der Montessori-Schule verkauften, mit grünen Zipfelmützen ausgestattet, auf dem Weihnachtsmarkt unter anderem Weihnachtsschmuck, den sie als „Rentierexkremente“ bezeichneten. FOTO: Carolin Merkel
Humes. Der Adventsmarkt auf dem Dorfplatz in Humes präsentierte am Wochenende allerlei Originelles und Kurioses. Von Carolin Merkel

Noch ein bisschen heimeliger als im vergangenen Jahr präsentierte sich der Adventsmarkt auf dem Dorfplatz in Humes am Wochenende. Dafür hatte Ortsvorsteher Edgar Kuhn eine einfache Erklärung parat. „Im letzten Jahr war die Aktion Adventsmarkt nach der Fertigstellung des Platzes recht kurzfristig. Trotzdem konnten wir viele Vereine und Organisationen begeistern, mitzumachen. In diesem Jahr hatten alle deutlich mehr Zeit für die Vorbereitungen und das sieht man“, freute er sich bei einem Rundgang kurz vor der offiziellen Eröffnung am Samstagnachmittag.


In diesem Jahr hatten sich 14 Vereine dazu entschlossen, in Humes gemeinsam für Adventsstimmung zu sorgen, allesamt Humeser Vereine und Organisationen, wie Kuhn betonte. „Wir haben weitere Anfragen bekommen, uns aber bewusst dazu entschieden, den Markt in dieser Größe zu belassen“, erklärte er. Bereits vor dem Startschuss durch Kuhn war der Platz überaus gut besucht, auch am dritten Adventswochenende locken die weihnachtlichen Angebote die Menschen auf den Markt. Überall roch es verführerisch. Originelles wie „Heißer Opa“ und „Heiße Oma“ gab es zu genießen. Das idyllische Marktreiben bot zudem eine überaus sehenswerte Auswahl an Geschenkideen. Liebevoll gestalteter Schmuck, allerlei Selbstgenähtes und Gehäkeltes konkurrierte dabei um die Gunst insbesondere der weiblichen Gäste. Für das anhaltend trockene Wetter am Wochenende hatte Ortsvorsteher Kuhn gesorgt, in dem er gleich zwei Schirmherrschaften über den Adventsmarkt vergab. Sowohl der Landkreis, vertreten durch den Kreisbeigeordneten Karlheinz Müller als auch die Gemeinde durch Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset hatten das Amt gerne übernommen.

Zusammen mit den Turmbläsern, die am Samstagnachmittag für einen echten Moment der Besinnlichkeit sorgten, schafften sie es tatsächlich, die letzten Regenwolken über dem Dorfplatz hinwegzufegen.



Ein großer Dank ging von Edgar Kuhn an die Hauptorganisatoren um Lothar Saar, die sich in den vergangenen Wochen intensiv darum gekümmert hatten, dass sich der Dorfplatz in eine echte Weihnachtslandschaft mit unzähligen Lichtern verwandelte.

Eine schöne Geschäftsidee hatten die Kinder der Montessori-Grundschule in Humes entwickelt. Statt auf die Kundschaft an ihrem Stand zu warten, machten sie sich mit einem Korb bewaffnet auf den Weg, um die „Rentierexkremente“ als besonderen Weihnachtsschmuck an den Mann zu bringen. Auffallend waren dabei ihre grünen Zipfelmützen. „Das ist ganz einfach. Unsere Schul-T-Shirts sind auch grün und außerdem finden wir uns mit den grünen Mützen auf dem Markt viel besser als mit den roten, die jeder hat“, erklärte die neun Jahre alte Marissa und machte mächtig Werbung für ihr Angebot.