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Gut aufgelegter Nachwuchs lieferte Witze, Kalauer und Anekdoten

Gut aufgelegter Nachwuchs lieferte Witze, Kalauer und Anekdoten

Wiesbach. "Gib dem Nachwuchs eine Bühne!" Wenn die Kappensitzung in Wiesbach ein Motto gebraucht hätte, das wäre es gewesen. Obwohl, was heißt hier eigentlich Nachwuchs. Schließlich stand Mathias Schikofsky trotz seiner erst sieben Jahre bereits im zweiten Jahr auf der Wiesbacher Kappensitzungsbühne

Wiesbach. "Gib dem Nachwuchs eine Bühne!" Wenn die Kappensitzung in Wiesbach ein Motto gebraucht hätte, das wäre es gewesen. Obwohl, was heißt hier eigentlich Nachwuchs. Schließlich stand Mathias Schikofsky trotz seiner erst sieben Jahre bereits im zweiten Jahr auf der Wiesbacher Kappensitzungsbühne. Und der 13-jährige Tobias König ist im Humeser Karneval und darüber hinaus schon seit einigen Jahren ganz vorne mit dabei. Mit den Witzen, Kalauern und kleinen Anekdoten, die die beiden in ihren jeweiligen Solo-Auftritten am Samstagabend in der Bütt in der Wiesbachhalle erzählten, trafen sie den Geschmack des Publikums auf den Punkt und hatten deren Lacher und Applaus schon nach wenigen Sekunden auf ihrer Seite. Weniger amüsante, sondern vor allem nachdenkliche bis ernste Worte hatte zuvor Christel Klein als Auftakt-Rednerin in der Bütt gesprochen. Als Bajazzo, ein Clown, verkleidet, reimte sie über das Glück und mahnte ihr Publikum sich mehr Zeit zum Spielen und Lesen, zum Freundlichsein und Träumen und für die Liebe zu nehmen. Für fantastische Stimmung sorgten dann Günther Tannrath und Helene Rauber als Jääb und Julanda Jochnagel. Julanda hatte wirklich alles im Griff: Musiker, Elferrat, Publikum und natürlich ihren Gatten. Sogar Prinz Patrick I. "Du hascht awer krumme Bähn") bekam sein Fett weg. Aber das sei ja normal, witzelte Julanda weiter. Fast alle Männer hätten schließlich krumme Beine, weil das Wichtigste eben in Klammern stünde. Immerhin einmal konnte sich Jääb gegen seine Frau wehren: "Wisst Ihr, warum der Himmel manchmal so schön blau ist?", fragte er sein Wiesbacher Publikum. "Weil er keine Frau hat, die es ihm verbietet!" Volker Schorr legte anschließend als rasender Reporter den Finger in manche Ortswunde. So warnte er davor in Wiesbach an bestimmten Tagen zu sterben. Schorr: "Der Pater hat nicht immer Zeit. Manche Tote mussten schon warten." Ortsvorsteher Richard Kleer bekam mit Kritik am Konzept der Kulturtage ebenso sein Fett ab wie Eppelborns Bürgermeister Fritz-Hermann Lutz, "der Party-Schreck". Nur die Fußballer von der Hertha wurden angesichts ihres jüngsten Erfolges beim saarländischen Hallenmasters in höchsten Tönen gepriesen. Ihm folgte Timo Erhardt aus Wiesbach, der als Fernsehgraf das Fernsehprogramm auf die Schippe nahm. Aber auch die benachbarten Orte bekamen ihr Fett ab. Erhard: "Habach wurde früher oft als Orgel bezeichnet: 800 Pfeifen." Den Abschluss in der Bütt machte Veronika Bronder, die von ihrer Karriere als Putzfrau erzählte, die sie vom Büro Barack Obamas über das Bundeskanzleramt direkt ins Eppelborner Rathaus führte. Für den Gesang waren mit den Wiesbacher Originalen "Die drei Dorftrottel" und den Herold-Singers, einem Import aus Habach, gleich zwei Gruppen zuständig. Die drei Dorftrottel hatten dabei noch eine besondere Aufgabe zu erfüllen: Sie ließen zusammen mit dem Saal Sitzungspräsident Helmut Franz hochleben, der am Samstag Geburtstag feierte. Um die tänzerischen Qualseiner Akteure brauchen sich der Wiesbacher Karnevals-Vereinsring "Die wilden Elf" keine Gedanken zu machen: Gleich drei Funkenmariechen waren in der Wiesbachhalle am Start. Daneben bekamen sowohl die Kinder- als auch die Jugendgarde mit ihren Showtänzen viel verdienten Applaus. Die jungen Damen des TV Wiesbach hatten gleich zwei Show-Tänze eingeübt: Zum einen als Fußballerinnen, zum anderen als Polizistinnen. mgs

Auf einen BlickDie Akteure auf der Bühne der Kappensitzung Wiesbach "Die wilden Elf": Sitzungspräsident: Helmut Franz. Prinzenpaar: Nadine I. (Mosbacher) und Patrick I. (Klein). In der Bütt: Christel Klein, Helene Rauber und Günther Tannrath, Volker Schorr, Mathias Schikofsky, Timo Erhard, Tobias König, Veronika Bronder. Funkenmariechen: Lena Busch, Annabelle Schorr, Kim Bastuck (Trainerin: Melanie Scheid. Tanz: Kindergarde (Melanie Scheid), Juniorengarde (Melanie Scheid), TV Wiesbach (Angelina Schmidt), Habacher Männerbalett (Aline Finkler, Eileen Kartes). Gesang: Die drei Dorftrottel (Eberhard Monz, Volker Schorr, Armin Bommer), Habacher Heroldsingers (Otmar Kühn). Musik: Armin Bommer, Musikverein Wiesbach (Carlo Welter). mgs