Große und kleine Tiere zum Anfassen

Große und kleine Tiere zum Anfassen

Die Eheleute Jochem aus Uchtelfangen sind Hobbyzüchter und Tierschützer. Gemeinsam mit Winfried Woll aus Wiesbach hoben sie nun eine besondere Ausstellungsidee aus der Taufe. Und die war ein großer Erfolg.

"Ganz viele Kuscheltiere und eine echte Katze", antwortet die drei Jahre alte Luisa auf die Frage, ob sie auch Tiere zu Hause hat. Für den Fototermin ist sie zusammen mit den beiden fünf Jahre alten Mädchen Louisa und Johann zum Skudde-Schaf und seinem Jungtier in den Stall geklettert. Für die Kinder ist es einfach ein Schaf mit Baby, für den fachkundigen Betrachter gibt es hier ein Nutztier zu bestaunen, das vom Aussterben bedroht ist.

Für den Erhalt zurückgedrängter und fast vergessener Arten setzt sich Karl Josef Jochem aus Uchtelfangen ein, er ist Regionalsprecher der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH). Landwirtschaftliche Rassen, die vor 1930 im Saarland beheimatet waren, haben es dem Hobbyzüchter und Tierschützer angetan. Zugleich ist Jochem auch Ehemann der Vorsitzenden des Uchtelfanger Zuchtvereins für Rassekaninchen, Margit Jochem. Zusammen mit Winfried Woll, Vorsitzender aus Wiesbach , entwickelte das Ehepaar eine ganz besondere Ausstellungsidee, die am Sonntag eine viel besuchte Premiere feierte.

"Wir denken einfach, die Menschen wollen die Tiere nicht mehr in den vielen engen Käfigen sehen", mutmaßt Woll angesichts zurückgehender Besucherzahlen. Und die Kaninchen , Hühner und Schafe , die am Sonntag in der Wiesbachhalle von so vielen Augen bestaunt wurden, hatten allesamt deutlich mehr Auslauf. Denn neben den Muttertieren stand auch der Nachwuchs bei der Tierkinderschau unter dem Motto "Frühlingserwachen" im Mittelpunkt. "Um den Stress für die Jungtiere so gering wie möglich zu halten, bieten wir die Ausstellung bewusst nur einen Tag an", erklärt Woll.

Und so füllte sich am Sonntagvormittag die Halle immer mehr, die Jungtiere zogen die Besucher magisch an. Wie die gerade mal eine Woche alten Deilenaar- oder knapp sechs Wochen alten Widderkaninchen. Besonders sehenswert waren hier die arttypischen Hängeohren, die zum Teil noch in die Luft standen. Mit vielen Fotos zeigte Woll die rasante Entwicklung der Kaninchen ab der Geburt. Schneller entwickeln sich nur noch die Hühner, einige schlüpften sogar live.