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Gitarrentage in Eppelborn
Großartige Talente griffen in die Saiten

Das Lehrgangsorchester unter der Leitung von José Pedroni gastierte erstmals im Big Eppel.
Das Lehrgangsorchester unter der Leitung von José Pedroni gastierte erstmals im Big Eppel. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Eppelborn. Nachwuchs-Gitarristen stellten bei den zehnten Gitarrentagen in Eppelborn ihre Werke vor. Von Carolin Merkel

Dem Musikernachwuchs eine Bühne bieten – da hatte Birgit Müller-Closset, Bürgermeisterin der Gemeinde Eppelborn, Ende vergangenen Jahres nicht lange gezögert und den Big Eppel für die Teilnehmer der zehnten Gitarrentage gerne zur Verfügung gestellt. Zum zehnten Mal hatte Inés Peragallo Teilnehmer aus Deutschland und Österreich eingeladen, wie in jedem Jahr fanden sie in der Jugendherberge in Tholey eine geeignete Unterkunft. Doch das Abschlusskonzert, das bisher seinen Platz in der Stadthalle in Lebach hatte, musste umziehen. Der Dank von Inés Peragallo war der Stadt Lebach und dem Neueinsteiger Eppelborn gewiss.


„Ohne Klaus Reichert vom Kulturamt Lebach wären die Gitarrentage nicht das geworden, was sie heute sind“, betonte sie. Was diese vier Tage intensives Üben, aber auch gemeinsames Erleben, mit den in diesem Jahr 27 Teilnehmern im Alter zwischen acht und 17 Jahren gemacht haben, zeigten diese eindrucksvoll auf der großen Bühne. Mit Stücken aus den Kompositionswettbewerben aus den vergangenen Jahren bewiesen schon die Jüngsten eine sehr gute Fingerfertigkeit, die leisen Töne waren ebenso überzeugend wie das rhythmische Spiel des Lehrgangsorchesters.

Vielleicht keine weltbekannten, dafür aber in Lehrgangskreisen umso  beliebte Stücke erwarteten das Publikum, das letztlich auch begeistert Applaus spendete. Tango, argentinische Volksmusik oder Tänze aus den Anden, die jungen Gitarristen nahmen die Zuhörer mit auf eine kleine musikalische Weltreise. Nach diesem „Warm-Up“ ging es mit vier Uraufführungen weiter. Im Rahmen der Gitarrentage wird seit neun Jahren ein internationaler Kompositionswettbewerb ausgerufen. Eine fachkundige Jury bewertet dabei im Rahmen des Abschlusskonzertes die eingereichten Stücke, die die Teilnehmer in den Tagen zuvor eifrig einstudiert haben. Die Moderation hatten die Teilnehmer übernommen, von ihnen gab es zwar die Titel der Beiträge, die Namen der Komponisten blieben zunächst geheim. Überaus abwechslungsreich gestalteten sich die vier Kompositionen, überzeugten mal mit mehr Emotionen, mal mit mehr Rhythmus.



Jede Menge Beifall gab es am Ende für alle vier vorgestellten Stücke, der Applaus von Inés Peragallo war ebenfalls ihrem Orchester gewiss. Mit einigen weiteren prämierten Kompositionen verkürzte die Jugend schließlich die Wartezeit bis zur Verkündung des Ergebnisses. Und ohne eine weitere Zugabe, das war wohl jedem im Saal klar, durften die Nachwuchsgitarristen auf keinen Fall von der Bühne. „Ich bin mir sicher, heute Abend packen die Kinder nicht nur ihre Gitarren, sondern auch eine Menge Erinnerungen und Gefühle mit ein, wenn sie nach Hause fahren“, sagte Peragallo abschließend.