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Gemeinderat Eppelborn will etwas gegen Steingärten unternehmen

Gemeinderat Eppelborn : Rat sagt Steingärten den Kampf an

Es ist ein Trend in den Vorgärten der Region: Steinlandschaften ohne viel Grün. Gegen diese Art der Gestaltung möchte der Gemeinderat Eppelborn etwas unternehmen. Zumindest dort, wo neue Bauplätze entstehen.

Er folgte in seiner jüngsten Sitzung (die SZ berichtete) einstimmig dem Antrag der Grünen, in künftigen Bebauungsplänen festzulegen, dass nicht überbaute Flächen von Grundstücken bepflanzt werden sollen.

Matthias Meiser, Fraktionssprecher der Grünen, bat die Verwaltung darüber hinaus zu prüfen, ob es durch die Kommune für Eigentümer Anreize geben könnte, wenn diese Schotterflächen wieder in blühende Landschaften zurückverwandeln. Bereits auf dem Weg zur Ratssitzung, erläuterte Meiser, sei er an mehreren Schottergärten vorbeigekommen.

Viele Eppelborner Bürger und die Landwirte bemühten sich nach Kräften, das Land Blumen- und artenreich zu erhalten. Andererseits seien Steingärten immer öfter vor Häusern zu sehen. Meiser erläuterte, das Kunststoffflies, das üblicherweise unter die Steinflächen gelegt werde, halte so dicht, dass Regenwasser zu 80 bis 90 Prozent nicht einsickern könne. Die Flächen seien mithin de facto versiegelt. Vor dem Hintergrund des Insektensterbens müsse diese Entwicklung gestoppt werden.

Bürgermeister Andreas Feld (CDU) sprach von einem „sinnvollen Antrag“. Natürlich hätten bestehende Gärten einen Bestandsschutz, aber die Gemeinde könne eine naturgerechte Bepflanzung in künftigen Bebauungsplänen festschreiben.