| 20:24 Uhr

Gemeinderat
Gemeinderat ebnet den Weg für junge Familien

Eppelborn. Auf rund 2,5 Hektar entstehen in Bubach 30 Baugrundstücke mit zwei Wohneinheiten. Für das Landheim Wiesbach wird ein Bebauungsplan erstellt.

Der Gemeinderat Eppelborn macht den Weg frei für 30 neue Baugrundstücke in
Bubach-Calmesweiler und hat ein neues Nutzungskonzept fürs ehemalige Landheim in Wiesbach. Das waren zwei der Punkte der umfangreichen Tagesordnung der ersten Ratssitzung nach der Sommerpause.



Zu Beginn der Sitzung waren die Ratsmitglieder aufgefordert, zwei Personalien neu zu besetzen. Nachdem der stellvertretende Schiedsmann des Bezirkes Bubach-Calmesweiler-Macherbach im September 2015 sein Amt als Schiedsperson niedergelegt hatte, beschloss der Eppelborner Gemeinderat auf Vorschlag der Ortsvertretungen von Bubach-Calmesweiler und Macherbach einstimmig, Gerd Bernardi als stellvertretende Schiedsperson für den Schiedsbezirk Bubach-Calmesweiler-Macherbach zu benennen. Ebenfalls einstimmig beschloss der Gemeinderat, Ursula Klos aus Habach als stellvertretendes Mitglied in das Kuratorium der  Stiftung Kulturgut Gemeinde Eppelborn zu berufen.

Um Senioren möglichst lange eine selbst bestimmte Lebensführung zu ermöglichen, wird zukünftig ein ehrenamtlicher  Seniorenbeirat  unterstützen, in allen Lebenslagen die erforderlichen Hilfen zu erhalten.

Zügig und ohne Gegenstimme abgearbeitet wurden folgende Punkte: In Bubach-Calmesweiler werden auf einer Fläche von rund 2,5 Hektar mit der Weiterentwicklung der Wohnbaufläche Auf Wacken 2.BA in Kürze rund 30 neue Baugrundstücke mit jeweils zwei Wohneinheiten entstehen. Im Gemeindebezirk Wiesbach wird ein Bebauungsplan „1 - Landheim Wiesbach“ erstellt, um die geplante, neue Nutzung des ehemaligen Landheims Wiesbach baurechtlich zu ermöglichen. Michael Krämer und Manfred Komenda hatten sich vor einiger Zeit entschlossen, das leer stehende Landheim Wiesbach
zu erwerben und so vor dem Verfall zu retten. Anke Komenda und ihr Mann Manfred, beide Geschäftsführer der Eppelborner Firma peko GmbH, stellten dem Rat ihre ersten Planungen zur Umnutzung des ehemaligen Landheims Wiesbach in ein multifunktionales Wohn- und Geschäftshaus als Projekt vor. Die einzelnen Gebäudeebenen und vorstellbaren, zukünftigen Nutzungen der Gebäude mit Gewerbe, Arztpraxen und Räume für Gesundheitsprävention sowie die zukünftige Gestaltung der dahinter liegenden, weiträumigen Parkanlage wurden vorgestellt. Die bisherige und zum Teil historische Bausubstanz der Gebäude soll dabei erhalten bleiben. Fraktionsübergreifend wurde die Initiative der Investoren sehr begrüßt. Peter Stein, Vorsitzender der SPD-Fraktion appellierte an die Ratskollegen, die Investoren bei ihrem Vorhaben tatkräftig zu unterstützen.

Ebenfalls im Eppelborner Ortsteil Wiesbach wurde ein Bebauungsplan des Vereins Dead Eagles für eine Freizeitfläche auf den Weg gebracht, um ein genutztes Vereinshaus, für das keine baurechtliche Genehmigung vorliegt, umfassend sanieren zu können.
Die Ausschreibung eines Zentrumsmanagers und die Anmietung eines Zentrumsbüros wurden dagegen kontrovers diskutiert. Wie Bürgermeisterin Closset berichtet, wurde die Gemeinde Eppelborn bereits vor einiger Zeit in das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Die effektive Umsetzung des Städtebauförderprogramms fordere ein stringentes Management, das alle zentrenrelevanten Aktivitäten bündelt, die Akteure vernetze, Projekte anstoße und die Prozesse steuere. Aus diesem Grund solle die Stelle eines Zentrumsmanagers für vorerst drei Jahre ausgeschrieben und ein
Zentrumsbüro in der Ortsmitte von Eppelborn angemietet werden. Die
Errichtung eines Zentrumsmanagement sei über das Förderprogramm förderfähig. Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Dr. Andreas Feld, hielt die Ausschreibung eines Zentrumsmanagers und die Anmietung eines Zentrumsbüros für wenig effizient. Sie verursache unnötige Kosten. Mit der Ausschreibung eines Zentrumsmanagers würden in der Verwaltung Doppelstrukturen geschaffen, die nicht notwendig seien. Nach der Auffassung von Peter Stein, Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion, sei ein externer Zentrumsmanager notwendig, könne er doch, unabhängig und frei, die notwendigen Projekte anstoßen.  Nach einer ausgiebigen Debatte einigte sich der Gemeinderat auf Anregung der Bürgermeisterin darauf, die Entscheidung zu vertagen und in der nächsten Sitzung des Gemeinderates mit weiteren Themen im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Ortsmitte, zu beraten. In der Ortsmitte von Eppelborn soll nach Auffassung der SPD-Gemeinderatsfraktion eine öffentlich zugängliche Behindertentoilettenanlage entstehen.



Im Zusammenhang mit einer Anfrage der Fraktionsgemeinschaft Grüne/Piraten im Eppelborner Rat zum Schulentwicklungsplan erklärte Bürgermeisterin Müller-Closset, dass im neuen Schuljahr 105 Kinder eingeschult worden seien.

Das könnte Sie auch interessieren