Gemeinde Eppelborn erhält fast 95000 Euro für Hochwasserschutz

Kostenpflichtiger Inhalt: Eppelborn erhält Geld vom Land : Absoluten Schutz wird es nicht geben

Hochwasser- und Starkregenrisiko: Ministerium unterstützt Gemeinde Eppelborn mit knapp 95 000 Euro.

Die Städte und Gemeinden des Saarlandes sollen sich besser auf Starkregen-Ereignisse vorbereiten können, etwa mit Hilfe von Gefahrenkarten. Umweltminister Reinhold Jost hat im März dieses Jahres mehrere Maßnahmen zum Schutz vor Wassermassen vorgestellt. Wie bitter notwendig dies ist, hat die Gemeinde Eppelborn in den vergangenen drei Jahren gleich zwei Mal aufs Heftigste zu spüren bekommen: Im Juni 2016 und im Juni 2018.

Mit den Folgen haben Gemeinde und Bürger noch heute zu kämpfen. Eppelborn steckt deshalb besondere Anstrengungen in den Starkregenschutz, ist eine von vier Pilotgemeinden im Saarland, die eine Gefahrenanalyse betrieben haben. Wobei Starkregen völlig unvorhersehbar ist und deshalb jeder Vorsorge treffen sollte, wie Umweltstaatssekretär Roland Krämer am Mittwoch im Eppelborner Rathaus sagte. Mit dem Besuchstermin bei Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset wurde quasi der Zuwendungsbescheid des Umweltministeriums wirksam. Dieser beläuft sich über 94 878 Euro, dies sind 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Mit diesem Geld werden die Öffentlichkeitsbeteiligung und die Wirksamkeitsanalyse finanziert, die nach den Worten von Fachgebietsleiterin Gertrud Schäfer „ganz wichtige Erkenntnisse über notwendige Maßnahmen sowohl von Kommune als auch Bürgern“ liefert. Auch auf künftige Bebauungspläne werde die Analyse Auswirkungen haben, ist sich Müller-Closset sicher. Die Bürgermeisterin, die Ende des Monats aus dem Amt scheidet, hat sich für eine frühe Beteiligung der Hilfskräfte – Feuerwehr und DRK – stark gemacht. Einen ganz wichtigen Part spielen die Bürger. „Die Möglichkeiten des Landes zur Unterstützung sind begrenzt“, betont Staatssekretär Krämer. Anhand der Starkregen-Gefahrenkarte können die Bürger das Gefahrenpotenzial für ihr Haus erkennen und für einen besseren Schutz sorgen. Ob dies nun Rückschlagklappen, dichtere Fenster in der Einliegerwohnung oder eine stützende Mauer am Hang ist. Größere Umbaumaßnahmen müssen allerdings mit dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz abgestimmt werden, betont Tiefbauingenieur Thomas Lutz, damit das Problem nicht in die Nachbarschaft verlagert werde. „Wir hoffen, dass die Bürger mitwirken, allein schafft es die Gemeinde nicht.“

Es brauche viele verschiedene Maßnahmen, um die Schäden zu minimieren betont Gertrud Schäfer, die damit rechnet, mit den Ergebnissen im Herbst nächsten Jahres an die Öffentlichkeit, sprich zu den Bürgerinnen und Bürgern, gehen zu können. Aber: „Einen absoluten Schutz wird es nicht geben.“[Link auf Beitrag 7846457]

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