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Handball
Gegen Worms nichts anbrennen lassen

Eppelborn. Die Handballfreunde Illtal empfangen am Sonntag um 18 Uhr die HSG. Die weiße Heim-Weste wollen die HFI behalten. Von Lucas Jost

Bereits vor einer Woche haben sich die Handballfreunde Illtal mit einem 32:26-Erfolg über Saarlandligist HWE Homburg den Einzug in das Halbfinalturnier um den Saarlandpokal gesichert. Im Oberliga-Alltag geht es am kommenden Sonntag weiter. Um 18 Uhr treffen die Zebras in der Hellberghalle in Eppelborn auf die HSG Worms.


Die Vorgabe für die Partie ist seit jeher klar: „Wir wollen zu Hause kein Spiel verlieren“, heißt es aus Illtaler Reihen. Kein Spiel verlieren? Besser noch: keinen Punkt abgeben. Bisher ist der Verein jedenfalls auf einem guten Weg. Illtal schwebt auf einer Welle des Erfolgs, wirkt zu Hause nahezu unantastbar. „Das ist, was man bis zum Saisonende im Fokus hat“, meint HF Illtal-Trainer Steffen Ecker. Ein fanatisches Publikum im Rücken, eine bei jedem Auftritt bis in die Haarspitzen motivierte Mannschaft und gefühlt völlig frei aufspielender Nachwuchs machen die Handballfreunde in jedem ihrer Heimspiele zum Favorit. Spätestens seit dem 31:21-Sieg über die VTZ Saarpfalz ist das definitiv so. Das, wohlgemerkt, obwohl mit Marvin Mebus und Moritz Dörr gleich zwei immens wichtige Abwehrspieler und gleichzeitig ein Linkshänder ausgefallen sind.

Die HSG Worms ist und bleibt dennoch eine Mannschaft, die den Schwarz-Weißen nicht zwingend liegt. Doch wer ist der Gegner vom Wochenende überhaupt? Ihn klar einzuordnen ist schwierig. Von manchen vor der Saison als Aspirant auf die ersten Plätze gehandelt, kann die HSG diese – und vielleicht die eigenen –  Erwartungen nicht ganz erfüllen. Fakt ist, gerade offensiv ist die Mannschaft um die Brüder Denis und Fabian Markert brandgefährlich und sehr schwer auszurechnen. Fast 390 Tore in 13 Partien sprechen für sich. Mit fast so vielen Gegentoren ist die Defensive als Schwachpunkt ähnlich schnell erkannt. Der Oberliga-Neunte gewinnt zum Beispiel auswärts gegen TV Mülheim, hatte in den letzten vier Spielen aber vier Mal das Nachsehen. Mit den blitzschnellen Eins-gegen-Eins-Täuschungen hatte Illtal im vergangenen Jahr immer wieder Probleme. Es reichte nur für einen knappen Heimsieg. Ecker deutet an: „Wenn das [kein Punktverlust] die Basis unserer Saisonausrichtung ist…“, dann gibt es auch gegen Worms nur ein mögliches Ergebnis. Und das zeigt Illtal am Ende der Partie mit mindestens einem Tor mehr auf der Anzeigetafel – und damit als Herbstmeister.