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Fußball
Staroscik lässt sich nicht stoppen

Wiesbach. Der FC Hertha Wiesbach empfängt an diesem Samstag um 15.30 Uhr in der Oberliga die TSG Pfeddersheim. Innenverteidiger Kilian Staroscik wird dabei trotz einer gebrochenen Hand auflaufen. Von Philipp Semmler

Innenverteidiger Kilian Staroscik vom FC Hertha Wiesbach spielte in der Oberliga-Partie seiner Mannschaft am vergangenen Samstag beim TSV Schott Mainz (1:2) die kompletten 90 Minuten lang durch. Das ist eigentlich keine erwähnenswerte Nachricht, den schließlich hat die 19-jährige Leihgabe von Regionalligisten 1. FC Saarbrücken bislang in allen Partien von Anfang bis Ende auf den Feld für Wiesbach auf dem Feld gestanden.


Aber es gibt doch etwas, was Starosciks Einsatz in Mainz zu etwas Besonderem macht: Denn der Defensivspieler stand mit einer gebrochenen Mittelhand auf dem Feld. „Ich habe dass zu dem Zeitpunkt noch gar nicht gewusst“, erklärt Staroscik. „Die Verletzung habe ich mir am Donnerstag vor der Partie im Training zugezogen, ich habe die Diagnose aber erst an diesem Montag bekommen.“ Auch in den kommenden Tagen will sich Staroscik von der gebrochenen Hand nicht aufhalten lassen. „Ich bekomme eine Schiene und mit der will ich spielen“, verrät der Innenverteidiger vor dem Heimspiel seiner Hertha an diesem Samstag um 15.30 Uhr gegen die TSG Pfeddersheim.

Gegen den Club aus der Nähe von Worms will Wiesbach nach zuletzt fünf Begegnungen in Folge ohne Sieg wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. „Wir sind eigentlich zum Siegen verdammt“, sagt Staroscik mit Blick auf die Tabelle. Denn wenn es kein Erfolgserlebnis gegen die TSG gibt, droht die Hertha in die Nähe der Abstiegsplätze abzurutschen. Aktuell haben die Gelb-Schwarzen als Tabellenelfter drei Punkte Vorsprung vor der roten Linie. Gegner Pfeddersheim steht mit drei Zählern mehr als Wiesbach auf Rang sieben im Klassement.



Einen Sieg gegen die TSG würde Staroscik auch gerne mit Blick auf den 25. September landen. Denn an diesem Tag geht es für die Hertha im Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken. Etwas Selbstvertrauen vor diesem Kracher zu sammeln, das täte seinem Team sicherlich gut. Für Staroscik ist die Partie natürlich eine Besondere. Eigentlich sollte der Fachoberschüler nämlich diese Saison nach seiner Jugendzeit beim FCS im Regionalliga-Kader stehen. Dort hätte der aus Schmelz stammende Kicker aber wegen der vielen gestandenen Profis im Team von Trainer Dirk Lottner wohl nur geringe Chancen auf Einsätze gehabt. Das weiß auch Staroscik. Deshalb entschied sich der 19-Jährige für einen Wechsel nach Wiesbach.

„Ich war vergangene Saison in der U19 schon ein halbes Jahr verletzt. Deshalb ist es für mich jetzt extrem wichtig, Spielpraxis zu sammeln.“ Bislang ging dieser Plan auch voll auf. Hertha-Trainer Michael Petry, der Starosczik noch aus seiner Zeit als U17-Trainer beim FCS kennt, setzt auf den zweikampfstarken Verteidiger. Und auch Staroscik fühlt sich im Eppelborner Gemeindeteil wohl. „Es gefällt mir sehr gut. Ich bin gut aufgenommen worden und mir gefällt das Konzept von Michael Petry, auf junge Spieler zu setzen und gepflegten Fußball zu spielen.“

Den Traum Profi beim FCS zu werden hat Staroscik trotz der „Zwischenstation“ in Wiesbach übrigens noch nicht aufgegeben. „Nächste Saison will ich es auf jeden Fall versuchen“, sagt der Defensivspieler. Dann hat der 19-Jährige auch seine schulische Ausbildung beendet und kann sich ganz auf den Fußball konzentrieren. Vorher will er Saarbrücken aber am 25. September noch ein wenig ärgern. „Ich will das Pokalspiel auf jeden Fall gewinnen“, sagt Staroscik selbstbewusst.