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FV Eppelborn gibt Sieg gegen Dudenhofen noch aus der Hand

Fußball-Oberliga : Ein Knockout Sekunden vor dem Ende

Fußball-Oberligist FV Eppelborn führt in Dudenhofen bis kurz vor Schluss – unterliegt aber noch mit 1:2.

Wenige Minuten vor dem Schlusspfiff war Fußball-Oberligist FV Eppelborn am Samstag im Auswärtsspiel beim FV Dudenhofen dem zweiten Saisonsieg ganz nahe. Und wenige Sekunden vor dem Ende schien der FVE zumindest den ersten Auswärtspunkt der Saison zu erobern. Doch als Schiedsrichter Dominic Mainzer die Partie schließlich abpfiff, stand der saarländische Aufsteiger erneut mit leeren Händen da.

Vor 125 Zuschauern hatte Eppelborn bis acht Minuten vor dem Ende durch einen Treffer von Thomas Selensky (27.) vorne gelegen. Der 19-jährige Neuzugang von der TSG Hoffenheim schloss eine sehenswerte Kombination über Johannes Roßfeld und Maurice Schwenk erfolgreich ab. Die Führung hatte bis spät in die zweite Halbzeit Bestsand. Doch in der 82. Minute glichen die Gastgeber zunächst aus – und in der der dritten Minute der Nachspielzeit folgte der späte Knockout.

„Das war natürlich absolut ärgerlich“, sagte der konsternierte Eppelborner Trainer Sebastian Kleer. Mit dem Auftritt seiner Mannschaft sei er trotz der Niederlage zufrieden. „Unsere Leistung hat gepasst“, so Kleer, „hier wäre mindestens ein Punkt für uns verdient gewesen“. Die Partie sei über weite Strecken komplett ausgeglichen gewesen. Kleer haderte: „Wir waren keinesfalls die schlechtere Mannschaft“.

Und zumindest im ersten Durchgang auch die effizientere. Da nämlich hatten sowohl Eppelborn als auch Dudenhofen je eine große Möglichkeit. „Wir haben unsere genutzt – Dudenhofen nicht“, meinte der Eppelborner Coach lapidar.

Nach dem Seitenwechsel hatte der Aufsteiger Mitte der zweiten Halbzeit sogar zwei Riesenchancen, die Führung auszubauen. Zunächst Selensky und danach Schwenk steuerten allein auf FVD-Torhüter Philipp Schilling zu, brachten den Ball aber nicht im Tor der Hausherren unter. „Wenn wir da das 2:0 machen, ist das Spiel gelaufen“, ärgerte sich der FVE-Coach über die verpassten Chancen.

Doch in den letzten 20 Minuten kam Dudenhofen immer stärker auf und schnürte Eppelborn in der eigenen Hälfte ein. „Da haben wir nur noch verteidigt“, räumte Kleer ein „das konnte auf Dauer nicht gut gehen“. In der 82. Minute war es passiert. Der zuvor eingewechselte Michael Bittner wurde sehenswert freigespielt und brachte den Ball unhaltbar für FVE-Torhüter Dennis Lissmann zum 1:1 im Tor unter.

Die Rheinland-Pfälzer wollten sich mit dem einen Punkt aber nicht zufrieden geben, drückten weiter und kamen in der dritten Minute der Nachspielzeit durch Paul Stock noch zum Siegtreffer. Ausgangspunkt war ein Einwurf für Dudenhofen in der eigenen Hälfte. „Da waren wir nicht energisch genug und sind ausgekontert worden“, kritisierte Kleer. Danach war noch eine Minute zu spielen, aber es passierte nichts mehr. „Ein Punkt wäre sicherlich gut gewesen für die Moral der Mannschaft. Aber Lamentieren hilft nichts“, sagte Kleer weiter, „wir müssen nach vorne schauen, und uns auf das Derby am Freitag gegen Wiesbach vorbereiten.“