1. Saarland
  2. Neunkirchen
  3. Eppelborn

Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach ist bereit für die neue Runde

FC Hertha Wiesbach : Für alle Fälle gerüstet

Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach hat seine Personalplanungen für die neue Runde schon weit vorangetrieben. Sollte die aktuelle Runde noch fortgesetzt wären, sähe sich die Hertha dank eines durch zwei „Neue“ vergrößerten Kaders auch hierfür gerüstet.

Kann die aktuell wegen der Corona-Pandemie unterbrochene Spielzeit 2020/21 der Fußball-Oberliga Rheinland/Pfalz/Saar noch fortgeführt werden, oder muss sie abgebrochen werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Fußball-Regionalverband (FRV) Südwest in diesen Tagen. Der Spielausschuss des Verbandes tagte bereits. Am 4. Februar berät das Präsidium. Anschließend soll eine Videokonferenz mit Vertretern der 24 Oberligisten stattfinden.

„Nach den aktuellen Entwicklungen bin ich skeptisch, dass es noch einmal weitergeht“, sagt der Präsident des FC Hertha Wiesbach, Helmut Berg, hierzu. Zwar gehen die Inzidenzwerte zurück, eine Lockerung des derzeit bestehenden Amateursportverbots scheint allerdings noch lange nicht in Aussicht. „Wir wären aber in jedem Fall sowohl für einen Restart der Saison, wie auch für den Fall, dass es erst zur neuen Runde weitergeht, gerüstet“, betont Berg.

Sollte es noch einmal weitergehen, stände Hertha-Trainer Michael Petry ein deutlich größerer Kader als in der ersten Saisonhälfte zur Verfügung. Denn mit Rückkehrer Djibril Diallo und dem Kanadier Ji An gibt es zwei Winter-Neuzugänge bei den Gelb-Schwarzen. Jin An, der zuletzt in Portugal und davor bei Viktoria Arnoldsweiler in der nordrhein-westfälischen Mittelrheinliga (vergleichbar mit der Oberliga) spielte, war bereits im Herbst 2020 als Neuzugang angedacht, ist aber erst jetzt für die Gelb-Schwarzen spielberechtigt.

Diallo ist nach einem anderthalben Jahr bei Regionalligist FK Pirmasens zur Hertha zurückgekehrt. Für den FKP bestritt der 21-Jährige in dieser Zeit zwölf Regionalliga-Begegnungen. In der Saison 2018/19 war Diallo mit zwölf Treffern in 33 Begegnungen Wiesbachs zweitbester Torschütze hinter Ruddy M’Passi (13 Tore) gewesen.

„Zudem ist ja Moritz Koch quasi wie ein Neuzugang“, erklärt Berg. Der Mittelfeldspieler, der vor der Runde von der SV Elversberg II nach Wiesbach kam, konnte verletzungsbedingt bislang erst 29 Minuten für seinen neuen Club auf dem Feld stehen. Sollte im Frühjahr wieder gespielt werden, könnte auch Marcel Jung wieder zur Mannschaft stoßen. Der Offensivakteur hatte sich in der Vorbereitung die Achillessehne gerissen, befindet sich mittlerweile aber schon wieder im Aufbau-Training.

Auch Top-Neuzugang Sven Sellentin (kam aus Pirmasens) und Tim Schäfer (neu vom FSV Jägersburg) sind von Blessuren aus der Hinrunde genesen. Lediglich der ebenfalls aus Jägersburg gekommene Steven Simon wird nach einem Kreuzbandriss aus dem letzten vor der Unterbrechung noch ausgetragenen Spiel (3:3 bei der SV Elversberg II) noch länger fehlen. In den zahlreichen Ausfällen vor der verfrühten Winterpause sieht Berg auch den Hauptgrund dafür, dass die aktuelle Spielzeit für sein Team eher enttäuschend verlief. Aktuell ist Wiesbach Tabellen-Viertletzter der Südstaffel der Oberliga – punktgleich mit dem Vorletzten, dem TuS Mechtersheim.

„Dadurch mussten wir ständig improvisieren. Gerade als wir uns gefangen hatten, kam dann die Unterbrechung“, blickt der 63-Jährige zurück. In den letzten vier Begegnungen vor der Zwangspause hatte die Hertha sieben ihrer acht Zähler geholt. „Das stimmt mich sehr zuversichtlich, dass wir wieder in die Erfolgsspur zurückkehren, wenn es weitergehen sollte“, ergänzt Berg. Unabhängig davon ob es in dieser Saison noch einmal weitergeht oder nicht, haben der Präsident und seine Vorstandskollegen in den zurückliegenden Wochen die Planungen für die Spielzeit 21/22 vorangetrieben. „Die stehen unmittelbar vor dem Abschluss“, freut sich Berg.

Stand jetzt wird sich das Gesicht der Mannschaft nur wenig verändern: Mit Marcel Jung, Lucas Bidot, Nico Wiltz und Giovanni Runco haben fast alle Akteure deren Vertrag am Saisonende auslief, diesen mittlerweile verlängert. Andere Akteure wie Torjäger M’Passi, Kapitän Oliver Hinkelmann oder Ex-Regionalligaspieler Sellentin besitzen ohnehin Verträge, die über das Ende der aktuellen Spielzeit hinaus gehen. Auch Trainer Michael Petry hat einen bis Sommer 2022 gültigen Vertrag bei den Gelb-Schwarzen. Nach aktuellem Stand wird es lediglich einen Abgang geben: Der offensive Mittelfeldspieler Fabio Pelagi wird sich Saarlandligist Spvgg. Quierschied anschließen.

Auf Kontinuität setzt die Hertha auch bei ihrer zweiten Mannschaft, die Tabellenführer der Landesliga Nord ist. Dort hat das Spielertrainer-Duo bestehend aus Hendrik Schmidt und Yannick Schneider für die Saison 2021/22 verlängert. „Alle Spieler des aktuellen Landesliga-Kaders haben ebenfalls zugesagt“, berichtet Berg. „Darüber hinaus rücken einige sehr interessante Nachwuchsspieler aus unserer A-Jugend zur Landesliga-Mannschaft auf. Die von uns in den letzten Jahren intensivierte Jugendarbeit beginnt dann Früchte zu tragen“, freut sich der Präsident.