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Fußball
Lillig hat sich durchgesetzt

Wiesbach. Nur ein Gegentor ließ die Abwehr von Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach in den letzten drei Spielen zu. Diese gute Bilanz will Innenverteidiger Mathias Lillig mit seinem Team an diesem Samstag im Heimspiel gegen Aufsteiger Hassia Bingen weiter ausbauen. Von Philipp Semmler

Die vergangenen Wochen liefen mit sieben Punkten aus drei Spielen gut für den FC Hertha Wiesbach. Und auch für Neuzugang Mathias Lillig gibt es in letzter Zeit nix zu meckern: Denn der 26-Jährige hat sich in der Stammelf des Oberligisten mittlerweile festgebissen. In fünf der vergangenen Saisonspiele stand Lillig in der Startformation. Lediglich das 0:0 bei der TuS Koblenz verpasste der Defensiv-Akteur wegen einer Verletzung.


Zuvor hatte sich Lillig meistens mit Einsätzen als Einwechselspieler begnügen müssen. „Nachdem ich drei Wochen der Vorbereitung wegen einer Entzündung im Fuß verpasst hatte, war mir aber klar, dass ich am Anfang wenig Einsatzzeit bekommen würde“, erklärt der Neuzugang, der als Kriminalkommissar im Bezirk Saarbrücken bei der Polizei in einer Tatorteinheit arbeitet.Obwohl Lillig schon 26 Jahre ist, ist Wiesbach erst der zweite Verein in seiner Fußballer-Karriere. „Davor habe ich 24 Jahre beim SV Bübingen gespielt“, berichtet der Defensiv-Akteur. Doch als sich beim Saarlandligisten im vergangenen Winter abzeichnete, dass die Mannschaft auseinander brechen würde, beschäftigte sich auch Lillig mit einem Wechsel. „Damals habe ich viele Anrufe bekommen, was mich schon ein wenig geschmeichelt hat“, gibt der Verteidiger zu.Unter den Anrufern war auch Hertha-Trainer Michael Petry. Und der konnte gemeinsam mit dem Vorstand Lillig von einem Wechsel überzeugen. „Wiesbach hat mir in den Gesprächen das beste Gefühl gegeben. Und zudem hat mich natürlich die Herausforderung Oberliga gereizt.“ Zudem erzählten auch seine jetzigen Mitspieler Sebastian Lück und Hendrik Schmidt, mit denen Lillig in der Polizeiauswahl spielt, nur Gutes über die Hertha. Ein weiterer Punkt der Lilig, der seit einem halben Jahr mit Freundin Katharina zusammen in Friedrichstal lebt, überzeugte.

Nachdem Lillig sich mittlerweile bei der Hertha durchgebissen hat, wird er wohl auch an diesem Samstag im Heimspiel gegen Hassia Bingen (15.30 Uhr) wieder von Beginn an spielen. „Wir haben in den letzten zwei Spielen gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib drei Punkte geholt, und so wollen wir auch weiter machen“, erklärt der 26-Jährige. Wiesbach hat vor der Partie einen Punkt mehr als die Hassia auf dem Konto.



Die beiden letzten Siege feierten die Gelb-Schwarzen am vergangenen Samstag beim VfB Dillingen (3:0) und eine Woche zuvor zu Hause gegen den SC Idar-Oberstein (3:1). Für Idar-Obersteins Trainer Murat Yaser war diese Begegnung das letzte Auswärtsspiel auf der Bank des Clubs: Der Tabellendrittletzte trennte sich am Montag, nachdem es zuvor am Samstag eine 1:3-Heimniederlage gegen Röchling Völklingen gegeben hatte, von Yaser. Als Nachfolger wurde der ehemalige Bundesligaprofi Uwe Hartemberger präsentiert. Der 50-Jährige stand in der Saison 1992/93 im Erstliga-Kader von Bayer Uerdingen und kam dort zu drei Einsätzen.