Feuerwehr: Feuerwehrleute zeigten ihr ganzes Können

Feuerwehr : Feuerwehrleute zeigten ihr ganzes Können

Mit beeindruckenden Übungsszenarien stellte die Feuerwehr Eppelborn am Wochenende ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis. Höhepunkt war eine Höhenrettung.

Zwei Mal war am ehemaligen Penny-Markt in der Ortsmitte von Eppelborn ein lauter Knall zu vernehmen und schon trat Rauch aus dem Gebäude aus. Zudem stand gegenüber auf dem Parkplatz ein verunfalltes Fahrzeug, darin die hilflosen Insassen. Ein Schal deutete darauf hin, dass eine Frau in Panik weggelaufen war – und als sei das noch nicht genug, so rutschte ein Arbeiter am Hochspannungsmasten ab und baumelte in der Sicherung. All das konnten zahlreiche Schaulustige am Samstagnachmittag hautnah miterleben – und, sie wurden nicht weggeschickt, sondern erhielten detaillierte Informationen zum Geschehen.

Denn, was sich im ersten Moment als Horrorszenario zeigte, war die spektakuläre Übung aller Löschbezirke aus den Eppelborner Feuerwehren. „Wir sind froh, dass wir heute mal abseits von Negativ-Werbung wegen der Frage um den Wehrführer einfach mal zeigen können, was wir alles können“, sagte Andreas Groß vom Löschbezirk Bubach-Calmesweiler. Er hatte die Einsatzleitung der Demonstrationsübung übernommen, bei ihm liefen alle Daten zusammen. „Wir hatten heute sieben Einheitenführer, 89 Feuerwehrkameraden, dazu Helfer der DRK, der DLRG und der First Responder vor Ort“, resümierte er nach fast zwei Stunden Anspannung pur.

Die erste Aufgabe, die die Feuerwehrleute aus dem Löschbezirk Dirmingen zu stemmen hatten, war die Bergung der verunfallten Personen aus dem demolierten Fahrzeug. Hier kam der neue HLF zum Einsatz, schnell und besonnen wurden die Verletzten befreit und den Helfern des DRK übergeben. Kaum war die Trage weggefahren, schon animierte Eric Holzer vom Löschbezirk Eppelborn die Zuschauer, sich der gegenüberliegenden Seite zuzuwenden. Dort wurde im Bereich des Güterbahnhofs die Personensuche durch einen Rettungshund des DLRG präsentiert. Nach der Aufnahme des Geruchs brauchte der Flat Coatet Retriever nicht lange, bis er die Vermisste gefunden hatte. Danach ging es mit Atemschutz in den verrauchten Markt, wo weitere Personen geborgen wurden, hierbei kamen die Helfer der First Responder zum Einsatz.

Löscharbeiten am Gebäude, das war die Aufgabe des Eppelborner Feuerwehrnachwuchses. „Nehmt euch ein Herz, kommt zur Feuerwehr“, machte Rene Finkler vom Löschbezirk Habach, der ebenfalls einen Teil der Moderation übernommen hatte, Werbung in eigener Sache. „Das Material kann noch so gut sein, am Ende zählt das Personal“, betonte Groß. Das bewies zum Finale eindrucksvoll eine Höhenrettung eines Arbeiters vom Hochspannungsmast hinter dem Altenheim. Viel Beifall gab es am Ende der Übung, die ganz bewusst nicht parallel, sondern in einzelnen Abschnitten hintereinander die vielfältigen Aufgaben präsentierte, von den zahlreichen Zuschauern. Die waren am Wochenende zu den Feierlichkeiten anlässlich des 130. Geburtstags der Feuerwehr Eppelborn eingeladen.