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Homburg marschiert Richtung Regionalliga
FCH ist der beste Oberligist Deutschlands

Homburgs Trainer Jürgen Luginger (links) und sein Assistent André Kilian hatten in dieser Saison oft Grund, ihrer Mannschaft zu applaudieren. Diese marschiert in beeindruckender Art Richtung Rückkehr in die Regionalliga.
Homburgs Trainer Jürgen Luginger (links) und sein Assistent André Kilian hatten in dieser Saison oft Grund, ihrer Mannschaft zu applaudieren. Diese marschiert in beeindruckender Art Richtung Rückkehr in die Regionalliga. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, wann der FC Homburg als Meister feststeht. Zweibester Saar-Club ist überraschend der FSV Jägersburg. Bereits für kommende Saison plant der FC Wiesbach. Von Philipp Semmler

Auf die Euphorie-Bremse zu treten, das ist derzeit eine der Hauptaufgaben von Jürgen Luginger, dem Trainer des Spitzenreiters FC Homburg. Mit 22 Siegen aus 22 Spielen ist seine Mannschaft vor dem ersten Spiel im neuen Jahr am kommenden Sonntag um 14 Uhr gegen den FSV Salmrohr bester Fußball-Oberligist Deutschlands. Angesichts von 13 Punkten Vorsprung auf den FK Pirmasens scheint es nur eine Frage der Zeit, bis der FC die direkte Rückkehr in die Regionalliga perfekt macht. „Jeder sagt, dass wir schon durch sind“, erklärt Luginger. Aber genau darin sieht der 50-Jährige eine Gefahr. Er fordert: „Wir müssen so konzentriert weiterarbeiten wie in der Hinrunde.“


Personell kann Luginger fast aus dem Vollen schöpfen. Im Heimspiel gegen Salmrohr stehen hinter den Einsätzen von Patrick Dulleck und Alexander Hahn Fragezeichen. Ausfallen wird nur Kai Hesse, der nach einer Knieverletzung im Aufbau-Training ist. Personelle Veränderungen gab es im Kader in der Winterpause nicht. „Beim Blick auf die Tabelle sieht man, dass das nicht notwendig war“, sagt Luginger.

Überraschend zweitbester Saar-Club hinter dem FC Homburg ist der Lokalrivale FSV Jägersburg. Vor dem Start in die restliche Rückrunde bei Eintracht Trier an diesem Samstag um 14 Uhr liegt der FSV auf Tabellenrang fünf. „Wir wollen diesen Platz verteidigen. Aber das wird verdammt schwer“, sagt Trainer Thorsten Lahm: „Unser Hauptziel bleibt der Klassenverbleib. Bei bis zu sechs Absteigern werden wir das Saisonziel nicht ändern.“ Selbst bei sechs Absteigern hat Jägersburg aber komfortable 13 Zähler Vorsprung vor der „roten Linie.“

Beim FSV Jägersburg gab es in der Winterpause drei Abgänge: Mittelfeldspieler Pascal Gherram hat sich Genclerbirligi Homburg angeschlossen. Ersatztorwart Patrick Burger ist zur SG Schiffweiler-Landsweiler/Reden gewechselt. Und Angreifer Valdrin Dakaj läuft künftig für den FC Homburg II auf. Neu ist ein alter Bekannter: Der ehemalige Jägersburger Kapitän Matthias Stumpf ist von seinem Heimatverein TuS Breitenbach zurückgekehrt. Zudem hat der Club Kristof Scherf unter Vertrag genommen. Er kickte zuletzt für die SG Eppenbrunn, davor schnürte er für den SC Hauenstein die Schuhe.

Deutlich weniger Veränderungen gab es beim Tabellensechsten FC Hertha Wiesbach. Mit Tom Fink, der zu Borussia Neunkirchen wechselte, hat ein Spieler den Club verlassen. Zugänge gab es keine. Dafür ist Wiesbach schon sehr weit in den Personalplanungen für die kommende Runde: Am Montag wurde Defensivspieler David Jostock als sechster Neuzugang vorgestellt. Mit Kapitän Mike Baier, der Spielertrainer beim SV Humes wird, Björn Recktenwald, der zur SG Marpingen-Urexweiler wechselt, und Marcel Noll (Ziel noch unbekannt) werden den Club im Sommer auch drei Leistungsträger verlassen. „Dass Spieler wegen ihres Berufs nicht mehr in der Oberliga spielen wollen, ist verständlich und das müssen wir akzeptieren“, sagt Trainer Michael Petry: „Wir wollen wie in der Vergangenheit auch junge, talentierte Spieler so weiterentwickeln, dass sie die Abgänge kompensieren können.“



Wiesbach startet am Samstag um 15.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den FV Diefflen. Es ist der Auftakt der Derby-Wochen. Danach geht es gegen Jägersburg, den FV Eppelborn und Saar 05 Saarbrücken. Bis auf Baier (Blinddarm-Operation), Tobias Zöllner (Achillessehnen-Beschwerden) und Marco Sieger (studienbedingt verhindert) kann Petry personell aus dem Vollen schöpfen.